ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Gaspreise steigen weiter

Steuererhöhungen und politische Debatten beeinflussen die Energiepreise in Deutschland.

Gaspreise steigen weiter

Die Preise für Gas und Strom in Deutschland sind auch in der zweiten Jahreshälfte 2024 gestiegen. Im Bereich Erdgas mussten private Haushalte durchschnittlich 12,28 Cent pro Kilowattstunde zahlen. Dies entspricht einem Anstieg von 3,5 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 und 7,6 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr. Der Anstieg ist vor allem durch höhere Steuern und Gebühren, wie die ab April 2024 wieder geltende Umsatzsteuer und die im Juli erhöhte Gasspeicherumlage, bedingt. Im Vergleich zum Zeitraum vor der Ukraine-Krise im Jahr 2021 sind die Gaspreise jedoch um fast 80 Prozent gestiegen.

Auch die Strompreise haben einen leichten Anstieg erfahren. Im zweiten Halbjahr 2024 mussten Verbraucher durchschnittlich 41,20 Cent pro Kilowattstunde bezahlen, was einen Anstieg von 0,4 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 bedeutet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Strompreise jedoch um 1,3 Prozent. Auch die Strompreise liegen deutlich über dem Niveau von 2021 und sind um etwa 25 Prozent gestiegen. Höhere Netzentgelte trugen zusätzlich zum Anstieg des Strompreises bei.

Die gestiegenen Energiepreise wurden durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Die Rückkehr der Umsatzsteuer zum normalen Steuersatz ab April 2024 und die Erhöhung der Gasspeicherumlage ab Juli 2024 trugen zu den gestiegenen Gaspreisen bei. Insgesamt stieg die Steuerbelastung für Erdgasverbraucher im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 um etwa ein Drittel. Während die Preise für Strom in den letzten Monaten nur leicht gestiegen sind, haben vor allem die höheren Netzentgelte den Gesamtpreis erhöht.

Parallel zu diesen Entwicklungen gibt es politische Diskussionen über eine mögliche Rückkehr zum russischen Gasimport. Einige Politiker, darunter der baden-württembergische CDU-Abgeordnete Thomas Bareiß, haben sich dafür ausgesprochen, die zerstörte Nordstream-II-Pipeline nach einer Reparatur und einem möglichen Friedensschluss in der Ukraine wieder in Betrieb zu nehmen, um die hohen Gaspreise zu senken. Diese Forderungen stoßen jedoch auf Widerstand, insbesondere von Experten wie Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Sie warnt davor, sich wieder von Russland abhängig zu machen, da das Land Gas weiterhin als politisches Druckmittel einsetzen könnte.

EnergieEnergiepreiseStromGas

Disclaimer