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Gaming-Branche in Deutschland kämpft mit Umsatzeinbrüchen

Kleine Entwicklerstudios unter Druck – Staatliche Förderungen reichen nicht aus

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Gaming-Branche in Deutschland kämpft mit Umsatzeinbrüchen

Die deutsche Games-Branche hat in den letzten Jahren ein bemerkenswertes Wachstum erlebt, das vor allem durch die Corona-Krise angetrieben wurde. Während dieser Zeit blieben viele Menschen zu Hause und suchten nach Unterhaltungsmöglichkeiten, was zu einem sprunghaften Anstieg der Umsätze mit Videospielen und zugehöriger Hardware führte. Im Jahr 2020 stieg der Umsatz um beeindruckende 32 Prozent, gefolgt von einem weiteren Wachstum von 17 Prozent im Jahr 2021. Dieser Boom führte auch zu einem Anstieg der Anzahl von Spielefirmen in Deutschland, wobei die Zahl der Unternehmen allein im Jahr 2021 um 20 Prozent auf 749 anwuchs. Zwei Jahre später, im Jahr 2023, gab es 908 Entwicklungsstudios und Produzenten.

Doch dieses rasante Wachstum hat sich in jüngster Zeit deutlich abgekühlt. Im ersten Halbjahr 2024 verzeichnete die Branche einen Umsatzrückgang von acht Prozent. Auch die Anzahl der Unternehmen stieg im Vergleich zum Vorjahr nur noch um vier Prozent auf 948 Firmen an. Insgesamt beschäftigt die Games-Branche in Deutschland rund 12.400 Menschen, wobei der Großteil der Unternehmen aus kleinen, unabhängigen Entwicklerstudios besteht. Diese kleineren Studios stehen jedoch zunehmend unter Druck, da die Nachfrage stagniert und die Kosten steigen. Bereits einige bekannte Indie-Studios wie Suspicious Games und Mimimi mussten aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage ihre Türen schließen. Auch andere Studios wie Flying Sheep, Piranha Bytes und Threaks kämpfen ums Überleben. Besonders Threaks, ein 2009 gegründetes Studio, das in der Vergangenheit mehrere Branchenpreise gewonnen hat, äußerte sich pessimistisch über die aktuelle Situation und erklärte, dass "die Party vorbei sei".

In dieser schwierigen Lage fordert der Branchenverband Game verstärkte staatliche Unterstützung. Die Vertreter der Branche betonen, dass die Spieleentwicklung in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern wie Frankreich, Großbritannien und Kanada etwa ein Drittel teurer sei. Trotz der Bereitstellung von 50 Millionen Euro an Fördermitteln durch das Bundeswirtschaftsministerium für das Jahr 2024 musste im Mai 2023 ein Annahmestopp verhängt werden, da die Nachfrage nach Förderungen die verfügbaren Mittel überstieg. Es wird erwartet, dass dieser Annahmestopp erst Anfang 2025 aufgehoben wird. Auch für 2025 sollen erneut 50 Millionen Euro bereitgestellt werden, doch bleibt unklar, ob weitere 33,3 Millionen Euro aus dem Etat der Bundeskulturbeauftragten Claudia Roth zur Verfügung stehen werden. Angesichts der angespannten Haushaltslage ist die Zukunft dieser zusätzlichen Fördermittel jedoch unsicher.

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