GameStop-CEO plant Mega-Deal: Aus 11 auf 100 Milliarden Dollar
Ryan Cohen will durch große Übernahme im Einzelhandel den Kurs des Meme-Aktien-Pioniers drehen

GameStop-Chef Ryan Cohen verfolgt einen ambitionierten Plan: Der 40-jährige Milliardär will den Videospiel-Händler durch eine Großakquisition von derzeit 11 Milliarden Dollar auf über 100 Milliarden Dollar Unternehmenswert katapultieren. Im Interview mit dem Wall Street Journal kündigte er an, ein börsennotiertes Unternehmen aus dem Konsum- oder Einzelhandelssektor zu übernehmen.
Die GameStop-Aktie ist seit ihrem Höhepunkt als Meme-Aktie im Jahr 2021 um rund 80 Prozent gefallen. Cohen sieht in einer transformativen Übernahme den Weg, diesen Abwärtstrend umzukehren. "Letztendlich wird es entweder genial oder völlig, völlig töricht sein", räumt der CEO selbst ein. Er habe bereits eine Handvoll potenzieller Ziele identifiziert, deren Namen er nicht nennen wollte.
Die geplante Transaktion soll "groß" werden und GameStop weit über das bisherige Geschäft mit Videospielen und Sammlerstücken hinausführen. Cohen plant, potenzielle Übernahmeziele in Kürze zu kontaktieren. Für seine Vision erhält er Unterstützung von Michael Burry, dem durch "The Big Short" bekannt gewordenen Investor.
Erfolgreiche Vergangenheit als Gründer
Cohen kann auf eine beeindruckende Erfolgsbilanz verweisen: 2011 gründete er den Online-Händler für Heimtierprodukte Chewy mit. Als CEO führte er das Unternehmen bis 2018 zu einem spektakulären Exit – PetSmart übernahm Chewy für über 3 Milliarden Dollar.
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Zur AktienanalyseNach seinem Erfolg bei Chewy wechselte Cohen zum aktivistischen Investment. Er drängte auf Veränderungen bei Unternehmen wie Nordstrom und Bed Bath & Beyond. Bei Letzterem sah er sich Vorwürfen ausgesetzt, Investoren irregeführt zu haben – Anschuldigungen, die er bestritt.
Ob Cohens kühner Plan aufgeht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Für GameStop-Aktionäre steht viel auf dem Spiel: Entweder gelingt die Transformation zu einem Einzelhandels-Giganten – oder das Experiment endet als kostspielige Fehlspekulation.


