Galan Lithium startet erste Lithiumchlorid-Produktion in Argentinien
Das australische Unternehmen schließt die Inbetriebnahme seiner Nassaufbereitungsanlage ab und strebt kommerziellen Produktverkauf in der zweiten Jahreshälfte an.

Galan Lithium, ein in Westaustralien ansässiges Bergbauunternehmen, hat auf seinem Projekt Hombre Muerto West (HMW) in Argentinien erstmals verarbeitetes Lithiumchlorid produziert. Damit markiert das Unternehmen einen bedeutenden Meilenstein: Die Inbetriebnahme der Nassaufbereitungsanlage ist offiziell abgeschlossen. Parallel dazu laufen bereits Optimierungsarbeiten, um den Betrieb weiter zu verfeinern.
Als unmittelbares Ziel peilt Galan die Produktion von kommerziellem Lithiumchlorid-Konzentrat sowie den Beginn des Produktverkaufs in der zweiten Jahreshälfte des laufenden Jahres an. Ein wichtiger technischer Erfolg wurde dabei bereits bestätigt: Die Nanofiltrationsanlage erzielt eine hervorragende Abscheidung von Verunreinigungen, die den technischen Spezifikationen entspricht. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die Vermarktung des Konzentrats.
Rohstoffreserven sichern nachhaltigen Hochlauf
Für einen stabilen Produktionsanlauf verfügt Galan über einen Bestand von 10.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent (LCE) in Form von Sole, die bereits in den Verdunstungsbecken vor Ort lagert. Dieser Vorrat dient als unmittelbarer Rohstoff und sichert einen nachhaltigen Hochlauf der Produktion ohne Versorgungsunterbrechungen.
Der primäre Fokus des Unternehmens liegt zunächst auf der Stabilisierung der Produktion bei der Nennkapazität des HMW-Projekts von 4.000 Tonnen LCE pro Jahr. Erst nach Erreichen dieser stabilen Basis ist eine Steigerung auf 5.200 Tonnen LCE pro Jahr vorgesehen. Dieses schrittweise Vorgehen soll die Betriebssicherheit gewährleisten und Produktionsrisiken minimieren.
Ehrgeizige Expansionspläne in vier Phasen
Die Bauarbeiten für die Becken der erweiterten Phase 1 mit einer Kapazität von 5.200 Tonnen LCE pro Jahr sollen in Kürze beginnen. Die angestrebte Kapazitätserhöhung ist für die erste Jahreshälfte 2027 geplant. Damit verfolgt Galan einen klar definierten Zeitplan für den schrittweisen Ausbau seiner Produktionskapazitäten.
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Zur AktienanalyseDarüber hinaus verfügt das Unternehmen bereits über die Baugenehmigungen für Phase 2, die eine Erweiterung auf 21.000 Tonnen LCE pro Jahr vorsieht. Langfristig hält Galan an seinen Plänen für einen stufenweisen Produktionsausbau über insgesamt vier Phasen fest. Das Endziel ist dabei besonders ambitioniert: eine Kapazität von bis zu 60.000 Tonnen LCE pro Jahr.
Lithium gilt als Schlüsselrohstoff für die Energiewende, insbesondere für die Produktion von Batterien in Elektrofahrzeugen und stationären Energiespeichern. Argentinien gehört zusammen mit Chile und Bolivien zum sogenannten „Lithiumdreieck", das die weltweit größten bekannten Lithiumvorkommen beherbergt. Für deutsche Anleger und die europäische Industrie, die auf stabile Lithiumlieferketten angewiesen ist, sind Produktionsfortschritte wie jene von Galan Lithium von besonderem Interesse.


