Galan Lithium lehnt 150-Millionen-Dollar-Angebot ab
Australisches Unternehmen hält argentinische Projekte für unterbewertet und strategisch wichtig

Der australische Lithiumexplorer Galan Lithium hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 150 Millionen US-Dollar abgelehnt. Das Angebot stammte von dem chinesischen Unternehmen Zhejiang Huayou Cobalt Co und der französischen Renault Group. Ziel der Offerte war der vollständige Erwerb der Beteiligung von Galan an den Projekten Hombre Muerto West und Candelas in Argentinien. Galan bezeichnete das Angebot als „opportunistisch“ und „unterbewertet“ und lehnte es daher ab.
Die Projekte Hombre Muerto West und Candelas gehören zu den wichtigsten Vermögenswerten von Galan Lithium in Argentinien. Das Hombre Muerto West-Projekt gilt dabei als Flaggschiffprojekt des Unternehmens. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zu weiteren Lithiumprojekten, die im Besitz von Arcadium Lithium und Posco Holdings sind. Posco ist darüber hinaus als Investor an dem Lithiumtechnologie-Start-up EnergyX beteiligt.
Bereits im August des vergangenen Jahres hatte EnergyX ein vergleichbares Angebot über 150 Millionen US-Dollar für die argentinischen Projekte von Galan unterbreitet. Auch dieses Angebot führte nicht zu einer Einigung. Galan Lithium hebt die strategische Bedeutung der Projekte hervor und sieht in den bisherigen Angeboten keine angemessene Bewertung der Potenziale.
Nach Bekanntwerden der abgelehnten Offerte verzeichnete die Aktie von Galan Lithium einen deutlichen Kurssprung. Der Kurs legte um 38,1 Prozent zu und notierte bei 0,145 australischen Dollar. Damit erreichte die Aktie den höchsten Stand seit Anfang Januar. Im Gegensatz dazu verzeichnete der breitere australische Leitindex einen Rückgang von 1,5 Prozent.
Galan Lithium unterstrich im Zusammenhang mit der Ablehnung des Angebots, dass es sich bei den argentinischen Projekten um langfristig aussichtsreiche Ressourcen handele. Besonders das Hombre Muerto West-Projekt verfüge über eine günstige Lage in einem der wichtigsten Lithiumvorkommen Südamerikas. Die Nachfrage nach Lithium, das insbesondere für die Produktion von Batterien in Elektrofahrzeugen eine zentrale Rolle spielt, gilt weltweit als wachsend.
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Zur AktienanalyseDas Unternehmen ließ offen, ob es künftig zu neuen Verhandlungen kommen könnte oder ob weitere Kaufangebote bereits vorliegen. Zhejiang Huayou Cobalt und die Renault Group äußerten sich nicht öffentlich zu der Zurückweisung des Angebots. Die Entwicklungen rund um die argentinischen Projekte von Galan Lithium bleiben damit vorerst offen.


