Gabler IPO: Lübecker U-Boot-Spezialist plant Börsengang im März
Marinetechnik-Unternehmen strebt 40 Millionen Euro Emissionserlös an. Possehl-Gruppe bleibt Ankeraktionär.

Der Lübecker Spezialist für Marine- und Meerestechnik Gabler macht sich bereit für den Sprung aufs Börsenparkett. Anfang März soll das Unternehmen voraussichtlich an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert werden. Die Emission umfasst sowohl neue als auch bestehende Aktien der Gesellschaft.
Bisheriger Eigner ist die Possehl-Gruppe, die auch nach dem IPO mindestens eine Minderheitsbeteiligung halten will. Aus den neuen Aktien erwartet Gabler einen Nettoemissionserlös von rund 40 Millionen Euro. Diese Mittel sollen zur Bilanzstärkung, zur Wachstumsfinanzierung und für kleinere Akquisitionen verwendet werden.
Marktführer bei U-Boot-Systemen
Gabler zählt zu den führenden europäischen Anbietern von U-Boot-Ausfahrgerätesystemen und gehört weltweit zu den größten Playern in diesem Segment. Darüber hinaus ist das Unternehmen in den Bereichen Unterwasserkommunikation, Datenmanagement und Energiespeicherlösungen tätig – insbesondere zum Schutz kritischer Unterwasserinfrastruktur.
Der überwiegende Teil des Nettoumsatzes stammt aus Verteidigungs- und verteidigungsbezogenen Lösungen. Ende Dezember 2025 verfügte Gabler über einen Gesamtauftragsbestand von 359 Millionen Euro, wovon 89,8 Millionen Euro auf feste Aufträge entfielen. Dies entspricht etwa dem Sechsfachen des Nettoumsatzes der vergangenen zwölf Monate.
Zeitpunkt im Zeichen steigender Verteidigungsausgaben
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Zur AktienanalyseDer geplante Börsengang erfolgt zu einem günstigen Zeitpunkt. Die Verteidigungsbudgets in Europa und weltweit steigen kontinuierlich, was Spezialisten wie Gabler zugutekommen dürfte. Zudem gewinnt der Schutz kritischer Unterwasserinfrastruktur – etwa Datenkabel und Pipelines – zunehmend an strategischer Bedeutung.
Für Anleger könnte Gabler eine interessante Beimischung im Verteidigungssektor darstellen. Anders als die großen Rüstungskonzerne fokussiert sich das Unternehmen auf hochspezialisierte Nischentechnologie mit starkem Auftragspolster. Die solide Auftragslage bietet Planungssicherheit für die kommenden Jahre.

