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G Mining hebt Kostenprognose an – Aktie unter Druck

Lohnkosteninflation und höhere Lizenzgebühren treiben die Betriebskosten des Goldproduzenten G Mining um rund 12% nach oben.

G Mining hebt Kostenprognose an – Aktie unter Druck

Der kanadische Goldproduzent G Mining Ventures (TSX: GMIN; US-OTC: GMINF) hat seine Kostenprognose für das laufende Jahr deutlich angehoben. Grund dafür sind gestiegene Lohnkosten sowie höhere Lizenzgebühren, die die Betriebskosten um rund 12% in die Höhe treiben. Die Aktie reagierte mit deutlichen Verlusten.

Die gesamten Cash-Kosten werden laut dem Unternehmen nun zwischen 836 US-Dollar (C$1.179) und 965 US-Dollar pro verkaufter Unze liegen. Zuvor hatte G Mining einen Zielwert von 736 bis 865 US-Dollar pro Unze ausgegeben. Die Anhebung entspricht einer erheblichen Verschiebung im Kostenrahmen des auf Südamerika spezialisierten Unternehmens.

Auch die All-in Sustaining Costs (AISC) – eine in der Bergbaubranche weit verbreitete Kennzahl, die neben den direkten Förderkosten auch Investitionen zur Aufrechterhaltung des Betriebs umfasst – wurden nach oben korrigiert. Sie werden nun auf 1.330 bis 1.544 US-Dollar pro Unze veranschlagt, nach zuvor 1.230 bis 1.444 US-Dollar. G Mining veröffentlichte die aktualisierten Prognosen gemeinsam mit seinen Finanzergebnissen für das zweite Quartal 2026.

Produktionsziel für 2026 bestätigt

Trotz der Kostenrevision hält das in Brossard, Quebec, ansässige Unternehmen an seinem Produktionsziel für 2026 fest. G Mining plant weiterhin, zwischen 160.000 und 190.000 Unzen Gold zu fördern. Das Quartal selbst verlief dabei besser als erwartet.

Rund 61% der Jahresproduktion werden in der zweiten Jahreshälfte erwartet. Hintergrund ist der Fortschritt in der Mine Tocantinzinho in Brasilien, die im September 2024 die kommerzielle Produktion aufnahm. Der Abbau schreitet dort zunehmend in höhergradige Mineralisierungen vor, was die Produktion im zweiten Halbjahr ankurbeln soll.

Rabi Nizami, Bergbauanalyst bei National Bank Financial, kommentierte die Ergebnisse am Donnerstag kritisch: Der „Gewinn über den Erwartungen [wurde] von der Revision der Kostenprognose um +$100 pro Unze überschattet". Die positive operative Entwicklung konnte die Enttäuschung über die höheren Kosten damit nicht vollständig ausgleichen.

Aktie verliert über 4 Prozent

An der Börse in Toronto reagierten Anleger mit Verkäufen. Die Aktie von G Mining fiel am Donnerstagmorgen um 4,2% auf C$47,72. Damit bewertet der Markt das Unternehmen mit rund C$14 Milliarden (umgerechnet etwa 10 Milliarden US-Dollar).

Für deutsche Privatanleger ist G Mining über das US-OTC-Handelssegment unter dem Kürzel GMINF zugänglich. Das Unternehmen zählt zu den jüngeren Goldproduzenten mit Fokus auf Südamerika und hat mit der Tocantinzinho-Mine in Brasilien erst kürzlich den Schritt zur kommerziellen Produktion vollzogen. Die Kostenrevision zeigt, dass der Aufbau eines neuen Minenbetriebs mit erheblichen Kostenunsicherheiten verbunden sein kann – selbst wenn die operative Performance stimmt.

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