Fußball-WM 2026 kostet Arbeitgeber weltweit 17 Milliarden Dollar
Eine UKG-Umfrage zeigt: Das Turnier bedroht die Produktivität – 37 Prozent der Arbeitnehmer wollen ihren Zeitplan anpassen.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird nicht nur auf dem Rasen für Aufsehen sorgen. Laut einer aktuellen Umfrage des KI-Unternehmens UKG könnten Arbeitgeber weltweit rund 17 Milliarden US-Dollar an Produktivitätsverlusten hinnehmen müssen. Das Turnier findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli statt und wird gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet.
UKG befragte für die Studie insgesamt 8.000 Mitarbeiter in acht Ländern: Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Mexiko, den Niederlanden, Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Das Ergebnis ist eindeutig: 37 Prozent der Befragten planen, ihren Arbeitsalltag aufgrund des Turniers anzupassen.
Fehlzeiten und heimliches Streaming im Büro
Besonders brisant: 27 Prozent der Beschäftigten gaben an, wahrscheinlich der Arbeit fernzubleiben – sei es durch Zuspätkommen, früheres Gehen oder vollständiges Fehlen. Darüber hinaus räumten 11 Prozent ein, verkatert zur Arbeit erscheinen zu wollen, und 14 Prozent planen, heimlich Spiele und Highlights während der Arbeitszeit zu streamen.
„Wenn Fehlzeiten und Präsentismus in großem Umfang auftreten, ist der Effekt unmittelbar und kostspielig", warnte Suresh Vittal, Chief Product Officer bei UKG. „Die Produktivität sinkt, das Kundenerlebnis leidet und die Moral sinkt, da der Rest des Teams die Lücken füllen muss."
Deutschland besonders betroffen
Für Deutschland schätzt UKG den Produktivitätsverlust auf rund 1,34 Milliarden US-Dollar. Den größten Schaden verzeichnen erwartungsgemäß die USA als Gastgeberland mit rund 11,7 Milliarden US-Dollar – ein Wert, der den globalen Gesamtschaden deutlich dominiert.
Das diesjährige Turnier ist zudem das bislang größte in der WM-Geschichte: 48 Nationen nehmen teil und insgesamt 104 Spiele werden ausgetragen – deutlich mehr als bei früheren Turnieren mit 32 Teams und 64 Spielen. Die erweiterte Spielanzahl dürfte die Ablenkung im Arbeitsalltag über einen längeren Zeitraum strecken.
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Zur AktienanalyseAuch Führungskräfte nicht immun
Bemerkenswert ist, dass auch das Management nicht gegen den Reiz des Turniers gefeit ist. Laut der Umfrage planen 42 Prozent der Manager, sich einen freien Tag zu nehmen, und 45 Prozent wollen um kurzfristige Flexibilität bitten. Damit zeigen Führungskräfte ähnliche Verhaltensweisen wie ihre Mitarbeiter – was die Herausforderung für Unternehmen zusätzlich verschärft.
Für Arbeitgeber stellt sich damit die Frage, wie sie proaktiv mit der Situation umgehen. UKG ist eine KI-Plattform spezialisiert auf Personalwesen, Gehaltsabrechnung und Workforce-Management und sieht in flexiblen Arbeitszeitmodellen und transparenter Kommunikation mögliche Ansätze, um die Auswirkungen auf die Produktivität zu begrenzen.


