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FTSE 100 tritt vor US-Inflationsdaten auf der Stelle

Londoner Leitindex kaum verändert, während Balfour Beatty nach Prognoseanhebung auf ein Rekordhoch springt.

12. August 2026 2 Min
FTSE 100 tritt vor US-Inflationsdaten auf der Stelle

Der Londoner Leitindex FTSE 100 notierte am Mittwoch weitgehend unverändert. Bis 10:14 Uhr GMT legte der Blue-Chip-Index lediglich um 0,04 Prozent auf 10.848,75 Punkte zu. Anleger hielten sich vor der Veröffentlichung der mit Spannung erwarteten US-Inflationsdaten zurück.

Deutlich besser entwickelte sich der Midcap-Index FTSE 250, der um 0,5 Prozent auf 24.916,12 Punkte kletterte. Damit war der Index auf Kurs, auf einem Rekordhoch zu schließen. Maßgeblich zu dieser positiven Stimmung trug der britische Baukonzern Balfour Beatty bei, dessen Aktie um beeindruckende 9,2 Prozent nach oben schoss und damit ebenfalls ein Rekordhoch erreichte.

Balfour Beatty hebt Jahresprognose an

Auslöser für den Kurssprung bei Balfour Beatty war eine Anhebung der Prognose für den operativen Jahresgewinn. Das Unternehmen verwies dabei auf die starke Nachfrage nach Infrastrukturprojekten sowohl in den USA als auch in Großbritannien. Die positive Entwicklung des Baukonzerns spiegelt den anhaltenden Investitionsbedarf in die Infrastruktur auf beiden Seiten des Atlantiks wider.

Auch die globalen Aktienmärkte zeigten sich vor den US-Inflationsdaten stabil. Die Verbraucherpreise für den Monat Juli wurden um 12:30 Uhr GMT erwartet. Analysten gingen von einem moderaten Anstieg aus, was die Erwartungen der Finanzmärkte an eine weitere Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve in diesem Jahr dämpfen könnte.

Schwacher US-Arbeitsmarkt und Nahost-Sorgen belasten

Bereits in der Vorwoche hatte ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarktbericht die Erwartungen hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen in diesem Jahr gedämpft. Gleichzeitig verunsichern schwelende Sorgen über den Krieg im Nahen Osten die Anleger weiterhin. Die Brent-Rohöl-Futures gaben leicht nach, hielten sich jedoch nahe der Marke von 90 US-Dollar pro Barrel. Hintergrund sind separate Angriffe der USA und der mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen auf die Schifffahrt sowie schwindende Aussichten auf ein Ende des Konflikts.

Für zusätzliche Bewegung im Bergbausektor sorgten leicht steigende Kupferpreise. Die Aktien der Bergbaugiganten Anglo American und Rio Tinto legten jeweils um mehr als ein Prozent zu. Eine vorübergehende Stilllegung einer großen indonesischen Schmelzhütte erhöhte den Druck auf das weltweite Angebot des wichtigen Industriemetalls Kupfer.

Britische BIP-Daten und Bank of England im Fokus

Neben den US-Inflationsdaten blicken Anleger auch auf die britischen BIP-Zahlen, die für Donnerstag erwartet werden. Ökonomen prognostizieren, dass das Wirtschaftswachstum im Juni auf Monatsbasis stagnierte, nachdem im Mai noch ein Wachstum von 0,1 Prozent verzeichnet worden war. Großbritanniens neuer Premierminister Andy Burnham erklärte in einem BBC-Interview, seine Regierung werde alles tun, um die Kosten für Unternehmen zu senken, räumte jedoch gleichzeitig einen „schwierigen finanziellen Ausblick" ein.

An den Zinsmärkten preisen Händler derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 46 Prozent für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch die Bank of England im Dezember ein. Die Kombination aus schwächeren Konjunkturdaten und geopolitischen Unsicherheiten hält die Märkte damit weiterhin in einem Spannungsfeld zwischen Wachstumshoffnungen und Inflationssorgen.

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