FTSE 100 legt zu: Lloyds übertrifft Erwartungen, 3i Group glänzt
Britischer Leitindex steigt um 0,8 Prozent. Lloyds Bank meldet Milliardengewinn, 3i Group profitiert von Action-Erfolg.

Der britische Leitindex FTSE 100 legte am Donnerstagnachmittag um 0,8 Prozent zu und profitierte von überwiegend positiven Quartalszahlen. Das britische Pfund notierte mit 1,3801 Dollar nahezu unverändert, während die europäischen Märkte ein gemischtes Bild zeigten. Der deutsche DAX verlor 0,9 Prozent, der französische CAC 40 gewann hingegen 0,5 Prozent.
Die Lloyds Banking Group übertraf die Erwartungen deutlich und meldete einen Gewinn vor Steuern von 6,7 Milliarden Pfund für das Gesamtjahr. Dies entspricht einem Anstieg von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 6,4 Milliarden Pfund. Trotz Entschädigungskosten von fast 1 Milliarde Pfund im Zusammenhang mit fehlerhaft verkauften Autofinanzierungen konnte die Bank ihre Rentabilität steigern.
Der Kreditgeber hob seinen Ausblick deutlich an und strebt nun für 2026 eine Eigenkapitalrendite von über 16 Prozent an. Das bisherige Ziel lag bei 12 Prozent für 2025. Die höheren Einnahmen glichen die Belastungen durch die Entschädigungszahlungen mehr als aus.
Investmentgesellschaft 3i Group glänzt mit Action-Beteiligung
Die Aktien der 3i Group schossen um 12,3 Prozent in die Höhe, nachdem die Investmentgesellschaft starke Zahlen ihrer größten Beteiligung Action vorlegte. Der niederländische Discounter erzielte in den 52 Wochen bis zum 28. Dezember einen Nettoumsatz von 16 Milliarden Pfund und ein operatives EBITDA von 2,37 Milliarden Pfund. Dies entspricht einem Wachstum von 16 Prozent beziehungsweise 14 Prozent im Jahresvergleich.
Action erreichte ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum von 4,9 Prozent, blieb damit aber hinter den 10,3 Prozent aus dem Jahr 2024 zurück. Dennoch bewerteten Anleger die Entwicklung positiv und trieben die 3i-Aktie deutlich nach oben.
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Zur AktienanalyseDer chilenische Kupferproduzent Antofagasta verzeichnete einen Kurssprung von 9,8 Prozent. Das Unternehmen meldete Kupferverkäufe von 201.000 Tonnen im vierten Quartal, was die Analystenschätzungen übertraf. Zudem erhöhte Antofagasta seine Produktionsprognose für Gold im Jahr 2026.
Auch der Bergbau- und Rohstoffhandelskonzern Glencore legte um 4,2 Prozent zu. Das Unternehmen teilte mit, dass der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern für 2025 in der Mitte der angehobenen Prognosespanne liegen werde. Eine starke Erholung der Kupferproduktion im zweiten Halbjahr stützte die positive Entwicklung.


