FTSE 100 Ex-Dividenden im Mai 2026: BP, Unilever und GSK im Fokus
Im Mai 2026 gehen 17 FTSE-100-Unternehmen ex Dividende – darunter Schwergewichte wie BP, Unilever und GSK.

Im Mai 2026 verlieren 17 Unternehmen aus dem britischen Leitindex FTSE 100 ihren Dividendenanspruch. Diese Unternehmen machen zusammen rund 19 % der Indexgewichtung aus – ein bedeutender Anteil, der spürbare Auswirkungen auf den Blue-Chip-Index haben kann. Anleger, die einkommensorientiert investieren, sollten die genauen Termine kennen, um ihre Transaktionen optimal zu planen.
Der wichtigste Ex-Dividenden-Tag im Mai ist der 14. Mai 2026. An diesem Donnerstag gehen gleich drei Indexschwergewichte ex Dividende: der Ölkonzern BP, der Konsumgüterriese Unilever und der Pharmahersteller GSK. Zusammen machen diese drei Unternehmen mehr als 10 % der FTSE-100-Gewichtung aus, was an diesem Tag zu einem messbaren Rückgang des Gesamtindex führen dürfte.
Dividendendetails der drei Schwergewichte
BP schüttet 6,15 Pence pro Aktie (umgerechnet 8,32 US-Cent) aus, Unilever zahlt 40,27 Pence beziehungsweise 0,4664 Euro je Aktie. Beide Ausschüttungen erfolgen am 26. Juni 2026. GSK hingegen zahlt am 9. Juli 2026 eine Dividende von 17 Pence pro Aktie. Alle drei Dividenden wurden Ende April im Rahmen der Quartalsergebnisse angekündigt.
Anleger, die die Aktien vor dem 14. Mai erworben haben und zu diesem Zeitpunkt noch halten, erhalten die jeweiligen Ausschüttungen. Wer die Aktien erst am oder nach dem Ex-Dividenden-Tag kauft, geht hingegen leer aus. Für einkommensorientierte Investoren ist dieser Stichtag daher von zentraler Bedeutung.
Weitere Ex-Dividenden-Termine im Mai
Bereits am ersten Donnerstag im Mai geht der britische Kfz-Versicherer Admiral Group ex Dividende. Das Unternehmen schüttet sowohl eine Sonder- als auch eine Schlussdividende aus – insgesamt 90 Pence pro Aktie, was einem Ex-Dividenden-Effekt von 2,69 % des damaligen Aktienkurses entspricht. Die Auszahlung erfolgt am 5. Juni 2026.
Ebenfalls am ersten Donnerstag im Mai geht das Datenanbieter-Unternehmen RELX – bekannt durch seine Marke LexisNexis – ex Dividende. Die Dividende von 48 Pence pro Aktie war bereits am 12. Februar angekündigt worden. Da die RELX-Aktie seit der Jahresergebnispräsentation um rund ein Drittel zugelegt hat, beläuft sich der Ex-Dividenden-Effekt auf 1,79 %. Beim Bergbaukonzern Glencore, der ebenfalls an diesem Donnerstag ex Dividende geht, liegt der Effekt bei 1,1 %.
Am 14. Mai folgt zudem der britische Supermarktriese Tesco mit einer Jahresdividende von 9,7 Pence pro Aktie. Bezogen auf den damaligen Kurs von 471,6 Pence entspricht das einem Ex-Dividenden-Effekt von 2,05 %. Den größten prozentualen Kursrückgang durch den Dividendenabschlag dürfte jedoch Kingfisher verzeichnen, der Eigentümer der Baumarktmarke B&Q. Dessen Jahresdividende von 8,6 Pence pro Aktie geht am 28. Mai ex Dividende und entspricht einem Effekt von 3,05 %.
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Zur AktienanalyseWas bedeutet der Ex-Dividenden-Tag für Anleger?
Der Ex-Dividenden-Tag ist für verschiedene Anlegertypen aus unterschiedlichen Gründen relevant. Einkommensorientierte Investoren möchten Aktien typischerweise vor diesem Stichtag kaufen, um die Ausschüttung zu erhalten. Wer hingegen primär an Kursgewinnen interessiert ist, könnte den Kauf bis nach dem Ex-Dividenden-Tag hinauszögern – insbesondere dann, wenn eine vergleichsweise hohe Dividende gezahlt wird und der Kursabschlag entsprechend groß ausfällt.
Auch steuerliche Überlegungen können eine Rolle spielen. Anleger, die keine Erträge erzielen möchten – etwa weil Dividenden in ihrem Fall steuerlich ungünstig behandelt werden – könnten ihre Aktien vor dem Ex-Dividenden-Tag verkaufen. Grundsätzlich gilt jedoch: Die Märkte sind volatil, und ein reines Timing auf Basis von Dividendenterminen birgt das Risiko, dass sich der Aktienkurs unabhängig vom Dividendenabschlag ungünstig entwickelt.

