FTC untersucht Apple News wegen möglicher politischer Bevorzugung
US-Handelsaufsicht prüft Vorwürfe gegen iPhone-Konzern wegen angeblich einseitiger Nachrichtenauswahl in vorinstallierter News-App.

Die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat eine Untersuchung gegen Apple Inc eingeleitet. Im Fokus steht die vorinstallierte News-App des iPhone-Konzerns, die laut Vorwürfen Artikel linksorientierter Medien bevorzugen und konservative Nachrichtenquellen systematisch ausschließen soll.
FTC-Vorsitzender Andrew Ferguson hat sich in einem Schreiben direkt an Apple-CEO Tim Cook gewandt. In dem Brief warnt Ferguson vor möglichen Verstößen gegen FTC-Vorschriften, sollte sich herausstellen, dass Nachrichten aufgrund ideologischer Überzeugungen unterdrückt werden. Die Behörde beruft sich dabei auf Berichte, wonach Apple News "keinen einzigen Artikel aus einer konservativ geprägten amerikanischen Nachrichtenquelle" enthalte.
Apple News ist auf den meisten Apple-Geräten standardmäßig vorinstalliert und erreicht weltweit zig Millionen Nutzer. Die App aggregiert Nachrichten verschiedener Medien und stellt sie Nutzern personalisiert zur Verfügung. Genau diese Auswahl steht nun im Mittelpunkt der Kritik.
Vorwurf der ideologischen Filterung
Ferguson äußerte in seinem Statement ernsthafte Bedenken zur Integrität des Dienstes. "Diese Berichte werfen ernsthafte Fragen auf, ob Apple News im Einklang mit seinen Nutzungsbedingungen und seinen Zusagen gegenüber den Verbrauchern handelt", erklärte der FTC-Chef. Besonders kritisch sieht er die Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Millionen amerikanischer Nutzer und der tatsächlichen Nachrichtenauswahl.
Der FTC-Vorsitzende wurde Anfang 2025 von US-Präsident Donald Trump in sein Amt berufen. Ferguson hat sich in der Vergangenheit wiederholt gegen eine wahrgenommene Zensur konservativer Medien im digitalen Raum ausgesprochen. Die aktuelle Untersuchung reiht sich in eine Serie von Maßnahmen der Trump-Administration gegen große Technologiekonzerne ein.
Mögliche Konsequenzen für Apple
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Zur AktienanalyseSollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnte Apple gegen eigene Geschäftsbedingungen und Verbraucherschutzgesetze verstoßen haben. Die FTC prüft nun, ob die Nachrichtenauswahl transparent erfolgt und ob Nutzer ausreichend über die Auswahlkriterien informiert werden. Für den Technologiekonzern könnte dies empfindliche Strafen und Auflagen zur Folge haben.
Apple hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Die Untersuchung dürfte jedoch die Debatte über die Rolle großer Technologieunternehmen als Gatekeeper für Informationen weiter anfachen. Kritiker sehen in der Marktmacht von Apple und der Vorinstallation von Apps auf Millionen Geräten eine besondere Verantwortung für ausgewogene Berichterstattung.


