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Frühjahrsbelebung bleibt am Arbeitsmarkt aus

Fachkräftemangel, weniger Lehrstellen und steigende Kurzarbeit prägen die Lage

 Frühjahrsbelebung bleibt am Arbeitsmarkt aus

Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt im Mai 2025 nur eine schwache Frühjahrsbelebung. Die Zahl der Arbeitslosen sank gegenüber dem Vormonat lediglich um 12.000 auf insgesamt 2,919 Millionen Menschen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg um 197.000 Personen. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,2 Prozent und verringerte sich damit gegenüber dem April um 0,1 Prozentpunkte. Die Bundesagentur für Arbeit äußerte sich zurückhaltend zur weiteren Entwicklung. Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles erklärte, dass der Arbeitsmarkt aktuell nicht den nötigen Rückenwind für eine Trendwende bekomme. Für den Sommer rechnet die Behörde mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen.

Trotz des insgesamt schwachen Arbeitsmarkts bleibt der Fachkräftemangel in vielen Bereichen bestehen. In 163 von 1.200 bewerteten Berufen stellten die Arbeitsagenturen Engpässe bei der Besetzung offener Stellen fest. Das sind 20 weniger als im Vorjahr, aber nahezu genauso viele wie im Jahr 2018. Somit herrscht in etwa jedem achten Beruf ein Mangel an qualifiziertem Personal. Besonders betroffen sind Pflege- und Gesundheitsberufe, ebenso wie der Bau, das Handwerk, der Bereich der Berufskraftfahrer sowie die Kindertagesbetreuung. Die Bundesagentur betont, dass der Fachkräftemangel trotz der gesamtwirtschaftlichen Lage eine zentrale Herausforderung für den Standort Deutschland darstellt.

Im Mai waren bei der Bundesagentur für Arbeit 634.000 offene Stellen gemeldet, was einem Rückgang von 67.000 im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch auf dem Ausbildungsmarkt zeigen sich rückläufige Entwicklungen. Bis Mai wurden den Arbeitsagenturen 441.000 Lehrstellen gemeldet, das sind 28.000 weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber auf 375.000, ein Zuwachs von 11.000. Von ihnen waren im Mai noch 191.000 unversorgt.

Im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung wurde in den ersten drei Mai-Wochen für 33.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Für März 2025 liegen verlässliche Zahlen vor: In diesem Monat wurde für 248.000 Menschen Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 13.000 weniger als im Februar, aber 38.000 mehr als im März des Vorjahres.

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