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Fresenius trennt sich von Digitaltochter Curalie

Strategische Neuausrichtung auf Kerngeschäfte unter Michael Sens Führung

Fresenius trennt sich von Digitaltochter Curalie

Der Gesundheitskonzern Fresenius hat Pläne bekanntgegeben, sich von seiner Digitaltochter Curalie zu trennen. Dieser Schritt steht im Einklang mit der jüngsten Strategie des Unternehmens, sich auf seine Kerngeschäfte zu konzentrieren. Curalie, ein Unternehmen, das zur Kliniksparte Helios von Fresenius gehört, entwickelt verschiedene Gesundheitsanwendungen und -programme. Diese richten sich insbesondere an Patienten, die eine Rehabilitation benötigen, sowie an chronisch Kranke.

Obwohl Curalie im Vergleich zu den Dimensionen des Fresenius-Konzerns nur als Start-up gilt, hatte es den Status eines digitalen Vorzeigeprojekts. Daher wird die Entscheidung, die Plattform zu verkaufen, nicht nur aus wirtschaftlicher, sondern auch aus symbolischer Perspektive betrachtet. Dieser Verkaufsentschluss spiegelt die Vision des seit knapp einem Jahr amtierenden Vorstandsvorsitzenden von Fresenius, Michael Sen, wider. Der 54-jährige Sen verfolgt eine klare Strategie, nämlich den stark verschuldeten Gesundheitskonzern stärker auf seine Hauptgeschäftsbereiche auszurichten.

Das Bestreben, nicht zum Kerngeschäft gehörende Bereiche abzustoßen, ist nicht neu für Fresenius unter Senns Führung. Vor kurzem hatte er die Kinderwunschklinikgruppe Eugin zum Verkauf angeboten, die Fresenius erst im Jahr 2020 erworben hatte. Interessanterweise haben Finanzinvestoren wie KKR und CVC bereits Interesse an der Eugin-Gruppe gezeigt. Insiderinformationen zufolge wird der Wert der Eugin-Gruppe auf über eine halbe Milliarde Euro geschätzt.

Fresenius hat bisher nicht offiziell zu den Verkaufsplänen von Curalie Stellung genommen. Es wird jedoch erwartet, dass der Verkauf von Curalie und anderen Randgeschäften dem Unternehmen helfen wird, seine Schulden zu reduzieren und sich auf seine Hauptgeschäftsfelder zu konzentrieren. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Schritte Fresenius in der nahen Zukunft unternehmen wird und wie diese Entscheidungen die Position des Unternehmens im Gesundheitssektor beeinflussen werden.

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