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Fresenius Medical Care Aktie bricht nach schwachen US-Behandlungsvolumina ein

Rückläufige Dialysebehandlungen in den USA und Restrukturierungskosten belasten Ergebnis und Aktienkurs des DAX-Konzerns.

Fresenius Medical Care Aktie bricht nach schwachen US-Behandlungsvolumina ein

Die Aktie von Fresenius Medical Care (FME) hat am Dienstag im europäischen Vormittagshandel deutlich nachgegeben. Der deutsche Dialysespezialist meldete für das erste Quartal einen Rückgang der Behandlungsvolumina auf dem wichtigen US-Markt sowie einen niedrigeren Nettogewinn infolge von Restrukturierungskosten.

Die Papiere verloren zeitweise bis zu 9,4 Prozent, konnten die Verluste im weiteren Handelsverlauf jedoch teilweise wieder aufholen. Damit setzt sich ein längerfristiger Negativtrend fort: Im vergangenen Jahr hat die Aktie bereits fast ein Fünftel ihres Wertes eingebüßt.

Rückgang im wichtigsten Geschäftssegment

Besonders belastend wirkt sich die Entwicklung im Segment Dialysis Care-Delivery aus. Dieser Bereich gilt als der größte und profitabelste des Konzerns und ist damit von zentraler Bedeutung für die Gesamtentwicklung des Unternehmens. Genau hier verzeichnete Fresenius Medical Care im ersten Quartal auf dem US-Markt sinkende Behandlungsvolumina.

Auf vergleichbarer Basis lagen die Behandlungsvolumina im ersten Quartal um 0,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Vorquartal waren sie noch weitgehend stabil geblieben, was den nun eingetretenen Rückgang umso deutlicher erscheinen lässt.

Als wesentlichen Grund für den Einbruch hatte Fresenius Medical Care bereits im Vorfeld auf ungewöhnlich schwere Wetterereignisse in den USA in den Monaten Januar und Februar hingewiesen. Diese hätten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu einer erhöhten Zahl ausgefallener Behandlungen geführt. Dialysepatienten sind auf regelmäßige, meist dreimal wöchentlich stattfindende Behandlungen angewiesen, weshalb Ausfälle durch Extremwetter das Volumen spürbar beeinflussen können.

Restrukturierungskosten drücken auf den Nettogewinn

Neben dem Volumenrückgang belasteten auch Restrukturierungskosten das Ergebnis im ersten Quartal. Fresenius Medical Care befindet sich seit einiger Zeit in einem umfassenden Umbau des Konzerns, der unter anderem eine stärkere Fokussierung auf das Kerngeschäft der Dialyse vorsieht. Solche Transformationsprozesse gehen typischerweise mit einmaligen Aufwendungen einher, die den ausgewiesenen Nettogewinn kurzfristig belasten.

Fresenius Medical Care ist weltweit einer der größten Anbieter von Dialysedienstleistungen und -produkten. Das Unternehmen betreibt ein umfangreiches Netz an Dialysekliniken, vor allem in den Vereinigten Staaten, die für den Konzern den mit Abstand wichtigsten Einzelmarkt darstellen. Schwankungen im US-Geschäft schlagen daher unmittelbar auf die Gesamtentwicklung durch.

Für Anleger bleibt die Situation vorerst angespannt. Der Kursrückgang von fast einem Fünftel innerhalb eines Jahres kombiniert mit den aktuellen operativen Herausforderungen dürfte die Aufmerksamkeit der Märkte auf die weitere Entwicklung der Behandlungsvolumina und den Fortschritt der Restrukturierung lenken.

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