Freeport-McMoRan: Gewinn trotz Grasberg-Unglück deutlich über Erwartungen
Der US-Kupferproduzent Freeport-McMoRan hat im vierten Quartal dank hoher Metallpreise die Analystenerwartungen übertroffen. Der bereinigte Gewinn lag bei 47 Cent je Aktie – deutlich über der Prognose von 29 Cent.

Freeport-McMoRan, der größte Kupferproduzent der USA, hat trotz schwerer Produktionseinbußen in seiner indonesischen Grasberg-Mine einen überraschend starken Quartalsgewinn vorgelegt. Das Unternehmen profitierte dabei massiv von rekordhohen Kupfer- und Goldpreisen sowie von US-Importzöllen auf Kupfer.
Der bereinigte Gewinn für das vierte Quartal erreichte 47 Cent pro Aktie und übertraf damit die Analystenerwartungen von durchschnittlich 29 Cent deutlich. Dies gelang trotz massiver Produktionsrückgänge in der wichtigsten Mine des Konzerns.
Rekordpreise gleichen Produktionsausfälle aus
Die durchschnittlichen Kupferpreise stiegen im vierten Quartal um 28 Prozent auf 5,33 US-Dollar pro Pfund. Ende Dezember erreichten sie sogar Allzeithochs, getrieben durch robustes US-Wirtschaftswachstum, anziehende chinesische Nachfrage und Lieferengpässe. Noch dramatischer entwickelten sich die Goldpreise: Sie kletterten um 55 Prozent auf 4.078 US-Dollar je Unze.
Einen zusätzlichen Vorteil verschafft Freeport der im vergangenen Jahr eingeführte 50-prozentige US-Importzoll auf Kupfer. Als größter inländischer Produzent mit erheblichem Expansionspotenzial profitiert das Unternehmen stärker als seine Wettbewerber von dieser Maßnahme.
Schwere Schlammlawine in Grasberg-Mine
Die positiven Finanzergebnisse werden jedoch von einer Tragödie überschattet. Am 8. September 2025 überfluteten rund 800.000 metrische Tonnen nassen Materials die Grasberg-Mine in Indonesien. Die schwere Schlammlawine schloss sieben Arbeiter unter Tage ein, die das Unternehmen alle für tot erklärte.
Die Folgen für die Produktion waren dramatisch: Die Kupferproduktion brach im vierten Quartal um 38,5 Prozent auf 640 Millionen gewinnbare Pfund ein. Noch härter traf es die Goldförderung, die um rund 85 Prozent auf nur 65.000 gewinnbare Unzen zurückging.
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Zur AktienanalyseWiederaufnahme erst 2026 geplant
Freeport plant eine stufenweise Wiederaufnahme des Betriebs in der Untertagemine ab dem zweiten Quartal 2026. Die vollständige Wiederherstellung der Produktion in der bedeutenden Kupfer- und Goldmine wird bis Juli 2026 angestrebt.
Trotz der starken Quartalszahlen reagierte die Börse verhalten: Die Aktien von Freeport-McMoRan fielen im vorbörslichen Handel um 1,5 Prozent auf 59,70 US-Dollar. Anleger sorgen sich offenbar über die anhaltenden Produktionsausfälle in Grasberg und die verzögerte Wiederaufnahme des Vollbetriebs.


