Freeport Indonesia nimmt Manyar-Schmelzhütte im September wieder in Betrieb
Nach einem tödlichen Schlammlawinen-Unfall erholt sich die Grasberg-Mine – die Kupferproduktion soll bald wieder anlaufen.

PT Freeport Indonesia plant, die Produktion in seiner Manyar-Schmelzhütte im September wieder aufzunehmen. CEO Tony Wenas bestätigte dies gegenüber Reportern und verwies auf die schrittweise Erholung der Kupferkonzentratproduktion in der Grasberg-Mine in der indonesischen Region Papua.
Die Lieferungen von Kupferkonzentrat aus der Grasberg-Mine zur Manyar-Schmelzhütte in Ost-Java wurden bereits schrittweise wieder aufgenommen. Laut Wenas soll die Produktion in der Schmelzhütte wie geplant im kommenden Monat anlaufen.
Hintergrund: Schlammlawine legte Betrieb lahm
Der Hintergrund der Produktionsunterbrechung ist gravierend: Die Aktivitäten in der Hauptmine von Grasberg wurden im vergangenen Jahr nach einem tödlichen Schlammlawinen-Vorfall vollständig eingestellt. Seitdem befindet sich der Betrieb in einer schrittweisen Wiederaufnahme, die bis heute andauert.
Die Erholung schreitet jedoch voran. Wenas erklärte, dass die Mine bis Ende 2027 nahezu ihre volle Kapazität erreichen soll. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für das Unternehmen, das zu den bedeutendsten Kupfer- und Goldproduzenten Südostasiens zählt.
PT Smelting übernahm Versorgung während der Ausfallzeit
Während der Betriebsunterbrechung der Manyar-Schmelzhütte übernahm die andere Schmelzanlage von Freeport, PT Smelting, die Rolle des vorrangigen Empfängers der Kupferkonzentratproduktion aus Grasberg. Damit konnte ein Teil der Produktionskette aufrechterhalten werden, auch wenn die Gesamtkapazität deutlich eingeschränkt blieb.
Für das laufende Jahr wird die Produktion von Kupferkathoden aus beiden Anlagen – Manyar und PT Smelting – auf nahezu 400.000 Tonnen geschätzt. Diese Zahl verdeutlicht die wirtschaftliche Bedeutung beider Schmelzwerke für die Gesamtproduktion des Unternehmens.
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Zur AktienanalyseBedeutung für den globalen Kupfermarkt
Die Grasberg-Mine gilt als eine der größten Kupfer- und Goldminen der Welt und ist damit ein relevanter Faktor für den globalen Rohstoffmarkt. Für deutsche Anleger und Investoren, die in Kupfer oder Bergbauunternehmen engagiert sind, ist die schrittweise Rückkehr zur Vollkapazität ein positives Signal.
Die Wiederaufnahme des Manyar-Smelters im September und die geplante Rückkehr zur vollen Minenkapazität bis Ende 2027 markieren wichtige Schritte in der Erholung von Freeport Indonesia nach dem Unglück des vergangenen Jahres. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, wird die Branche aufmerksam verfolgen.


