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Fracking-Krise in den USA spitzt sich zu

Ölservicefirmen kämpfen mit sinkender Nachfrage, niedrigen Preisen und steigenden Schulden

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Fracking-Krise in den USA spitzt sich zu

US-amerikanische Unternehmen der Ölservicebranche stehen vor finanziellen Herausforderungen, da die Nachfrage nach Fracking weiter sinkt. Trotz einer Rekordproduktion von Rohöl in den Vereinigten Staaten nutzen Produzenten zunehmend weniger Bohranlagen und reduzieren Investitionen, was zu einem Preis- und Einnahmerückgang für die Dienstleistungsfirmen führt.

Die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in den USA ist auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2021 gefallen. Besonders betroffen ist das Permian-Becken, das sich über Westtexas und Ost-New Mexico erstreckt. Dort befindet sich die Zahl der Bohranlagen auf dem tiefsten Niveau seit Februar 2022. Auch die aktiven Fracking-Flotten sind rückläufig und erreichten in der Woche bis zum 23. Januar mit 183 den niedrigsten Wert seit März 2021.

Ein Grund für die Entwicklung sind Prognosen über sinkende Rohölpreise aufgrund eines Überangebots. Während der Preis für West Texas Intermediate (WTI) im Jahr 2024 noch knapp unter 72 US-Dollar pro Barrel lag, wird für 2025 ein Durchschnittspreis von 63 US-Dollar erwartet. Trotz dieser Vorhersage planen viele in Texas und New Mexico ansässige Ölproduzenten mit einem Preis von 70 bis 75 US-Dollar pro Barrel für ihre Investitionen.

Die gesunkenen Preise und die nachlassende Nachfrage haben Auswirkungen auf die Tagessätze für Landbohranlagen, die bis Ende 2025 voraussichtlich das niedrigste Niveau seit dem zweiten Quartal 2022 erreichen werden. Dies betrifft auch große Fracking-Unternehmen wie Halliburton, das im vierten Quartal einen Umsatzrückgang von 9 % auf 2,2 Milliarden US-Dollar verzeichnete. CEO Jeff Miller erklärte, dass sich das Unternehmen den Preisverhandlungen nicht entziehen könne und mit einem weiteren leichten Umsatzrückgang rechne. Auch Wettbewerber wie Liberty Energy stehen unter Druck, da die Margen durch sinkende Preise schrumpfen.

Die rückläufige Nachfrage nach Fracking-Dienstleistungen ist unter anderem auf Effizienzsteigerungen in der Schieferölproduktion zurückzuführen. Die Zahl der Bohranlagen in den USA erreichte ihren Höchststand im September 2008 mit 2.031 aktiven Anlagen, während die Ölproduktion bei etwa vier Millionen Barrel pro Tag lag. Im Oktober 2024 waren nur noch 585 Anlagen aktiv, während die Produktion auf einen Rekordwert von 13,46 Millionen Barrel pro Tag stieg.

Die wirtschaftliche Lage vieler Dienstleistungsunternehmen hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Laut dem Schuldeneintreiber Ryan and Jacobs sind viele Unternehmen mit steigenden Schulden konfrontiert, was zu vermehrten Insolvenzen führt. Während der ausstehende Schuldenbetrag für das gesamte Jahr 2024 bei 75,78 Millionen US-Dollar lag, belief sich die Summe allein in den ersten zwei Wochen des Jahres 2025 bereits auf 9,59 Millionen US-Dollar. Der Präsident von Ryan and Jacobs, Hal Wallace, erklärte, dass in den vergangenen 18 Monaten mehr Insolvenzen zu verzeichnen waren als in den Jahren zuvor, wobei vor allem Dienstleistungsunternehmen betroffen seien.

ÖlÖlpreisUSA

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