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Fossil-Aktie bricht nach Fristverlängerung ein

Uhrenhersteller kämpft mit Schulden, schwacher Nachfrage und verspätetem Strategiewandel

Fossil-Aktie bricht nach Fristverlängerung ein

Die Aktien des US-Uhrenherstellers Fossil sind am Donnerstag um 31,5 Prozent eingebrochen, nachdem das Unternehmen eine Verlängerung der Frist für den Umtausch seiner bis 2026 fälligen Anleihen angekündigt hatte. Fossil befindet sich seit einiger Zeit in einem umfassenden Restrukturierungsprozess und versucht, seine Schulden zu reduzieren und Risiken für die Fortführung des Geschäftsbetriebs zu vermeiden. Der Konzern hatte den Umtausch der sogenannten Senior Notes bereits Anfang September angeboten, um im Zuge seiner finanziellen Neuordnung neue Wertpapiere auszugeben.

Nach Unternehmensangaben wurden bislang mehr als 75 Prozent der Anleihen eingereicht. Die Frist für den Umtausch wurde nun um eine Woche bis zum 22. Oktober verlängert, nachdem sie zuvor bereits einmal verschoben worden war. Fossil, dessen Markenportfolio neben den eigenen Linien Fossil, Michele und Skagen auch Lizenzmarken wie Armani Exchange und Tory Burch umfasst, wies zum 5. Juli eine Nettoverschuldung von 179 Millionen US-Dollar aus.

Trotz des aktuellen Kurssturzes hatten sich die Aktien des Unternehmens im bisherigen Jahresverlauf mehr als verdoppelt. Der Anstieg war unter anderem auf geringere Verluste zurückzuführen, wodurch sich die Marktkapitalisierung laut LSEG-Daten zuletzt auf rund 202 Millionen Dollar belief. Langfristig jedoch hat die Aktie massiv an Wert verloren: Seit dem Höchststand vor über zehn Jahren ist sie um rund 97 Prozent eingebrochen. Gründe dafür waren unter anderem Fehleinschätzungen beim Einstieg in den Smartwatch-Markt, ein zu später Rückzug aus dem stationären Einzelhandel und einmalige Restrukturierungskosten.

Am Vortag hatte die Aktie noch einen Anstieg von 41 Prozent verzeichnet, nachdem Medienberichte über eine mögliche Börseneinführung der indischen Tochtergesellschaft die Runde machten. Das Unternehmen stellte jedoch klar, dass derzeit keine entsprechenden Pläne bestünden. Im Rahmen seines im März vorgestellten Sanierungsplans rechnet Fossil mit Einsparungen von rund 100 Millionen Dollar im Geschäftsjahr 2025. Diese sollen vor allem durch Stellenabbau, Filialschließungen und den Umbau der Finanzstruktur erreicht werden.

Im zweiten Quartal hatte das Unternehmen einen Umsatzrückgang um 15 Prozent auf 220 Millionen Dollar verzeichnet, was es mit einer schwächeren Verbrauchernachfrage begründete. Das bereinigte Nettoergebnis verbesserte sich dennoch deutlich: Der Verlust verringerte sich auf 10 Cent je Aktie nach 47 Cent im Vorjahr, was auf niedrigere Kosten zurückzuführen war. Im August erklärte Fossil, für das laufende Geschäftsjahr mit einer bereinigten operativen Marge zwischen ausgeglichen und leicht positiv zu rechnen, nachdem zuvor ein negatives Ergebnis im niedrigen einstelligen Bereich erwartet worden war.

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