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Fortescue baut 690-MW-Solarpark Turner River in Australien

Der australische Eisenerzriese Fortescue startet sein bislang größtes Solarprojekt als Teil seines ambitionierten „Real Zero"-Dekarbonisierungsplans.

Fortescue baut 690-MW-Solarpark Turner River in Australien

Der australische Eisenerzförderer Fortescue hat mit dem Bau seines 690-Megawatt-Solarparks Turner River in der Pilbara-Region begonnen. Das Projekt stellt die letzte Solaranlage dar, die für die Umsetzung des unternehmenseigenen „Real Zero"-Dekarbonisierungsplans benötigt wird. Damit setzt Fortescue einen weiteren bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Dekarbonisierung seiner Bergbaubetriebe.

Die Pilbara-Region im Nordwesten Australiens ist das Herzstück der Eisenerzförderung von Fortescue. Dort betreibt das Unternehmen umfangreiche Minen- und Infrastrukturanlagen, die bislang in erheblichem Maße auf fossile Energieträger angewiesen sind. Der Bau des Solarparks Turner River markiert daher einen strategisch entscheidenden Schritt hin zu einer emissionsfreien Betriebsführung.

Batteriespeicher ergänzt Solarausbau in Cloudbreak

Parallel zum Bau des Solarparks Turner River hat Fortescue auch mit der Errichtung eines 650-MWh-Batteriespeichersystems (BESS) am Standort Cloudbreak begonnen. Dieses Speichersystem ergänzt einen dort bereits geplanten 190-MW-Solarpark. Batteriespeicher dieser Größenordnung sind entscheidend, um die schwankende Solarstromproduktion auszugleichen und eine stabile Energieversorgung für den laufenden Bergbaubetrieb sicherzustellen.

Beide Projekte – der Solarpark Turner River und das Batteriespeichersystem in Cloudbreak – sind Bestandteil des sogenannten „Pilbara Green Grid". Dabei handelt es sich um ein schnell wachsendes, integriertes Ökosystem für erneuerbare Energien, das Fortescue gezielt aufbaut, um die gesamten Betriebe in der Pilbara-Region mit sauberem Strom zu versorgen. Das „Pilbara Green Grid" verbindet verschiedene Solar- und Speicherprojekte zu einem zusammenhängenden Energienetz.

Fortescues „Real Zero"-Strategie im Fokus

Fortescues „Real Zero"-Plan unterscheidet sich von klassischen Netto-Null-Strategien anderer Unternehmen: Statt auf Kompensationsmaßnahmen wie CO₂-Zertifikate zu setzen, zielt das Unternehmen auf eine tatsächliche Eliminierung seiner Treibhausgasemissionen ab. Der Bau des Solarparks Turner River als letzte notwendige Solaranlage für diesen Plan zeigt, wie weit das Unternehmen bei der Umsetzung seiner Klimaziele bereits fortgeschritten ist.

Für deutsche Investoren und Beobachter des Rohstoffsektors ist die Entwicklung bei Fortescue besonders relevant. Das Unternehmen gehört zu den weltweit größten Eisenerzproduzenten und beliefert maßgeblich die Stahlproduktion in Asien. Die konsequente Umstellung auf erneuerbare Energien könnte Fortescue langfristig einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, da die Nachfrage nach „grünem Stahl" – also Stahl, der mit emissionsarmem Eisenerz produziert wird – weltweit zunimmt. Die aktuellen Bauprojekte in der Pilbara unterstreichen den Anspruch von Fortescue, beim Thema Dekarbonisierung im Bergbausektor eine Vorreiterrolle einzunehmen.

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