Fortescue baut 690-MW-Solarpark in Australiens Pilbara-Region
Der australische Eisenerzriese startet den Bau des Turner-River-Solarparks und eines 650-MWh-Batteriespeichers als Teil seines „Real Zero"-Dekarbonisierungsplans.

Fortescue (ASX: FMG) hat mit dem Bau des 690-MW-Solarparks Turner River in der australischen Pilbara-Region begonnen. Gleichzeitig startet der Eisenerzförderer den Bau eines 650-MWh-Batteriespeichersystems (BESS) in seiner Vorzeigemine Cloudbreak. Beide Projekte sind Teil des wachsenden integrierten Ökosystems für erneuerbare Energien, mit dem Fortescue seine Bergbaubetriebe vollständig dekarbonisieren will.
Der Solarpark Turner River ist laut Fortescue die letzte Solaranlage, die für die Umsetzung des unternehmenseigenen „Real Zero"-Dekarbonisierungsplans benötigt wird. In Kombination mit den bereits bestehenden Solarparks Solomon Airport (440 MW), Cloudbreak (190 MW) und North Star Junction (100 MW) wird damit die gesamte Solarstromerzeugung bereitgestellt, die für das Erreichen von „Real Zero" in den terrestrischen Eisenerzbetrieben notwendig ist. Zusammen kommen die Projekte auf eine Gesamtkapazität von mehr als 1,4 GW an erneuerbarer Energie – genug, um rund eine halbe Million australische Haushalte zu versorgen.
Der Bau des Solarparks Turner River soll voraussichtlich 2028 abgeschlossen sein. Während der Bauphase werden mehr als eine Million Solarmodule installiert. Der Abschluss des Cloudbreak-BESS ist für das Geschäftsjahr 2027 geplant; das System soll über einen Zeitraum von etwa acht Stunden 74 MW Leistung bereitstellen und 124 Batterieeinheiten umfassen, die direkt in den Solarpark Cloudbreak integriert werden.
Flottenelektrifizierung schreitet voran
Parallel zum Ausbau der Solarinfrastruktur treibt Fortescue die Elektrifizierung seiner mobilen Bergbauflotte konsequent voran. Bereits 16 Elektrobagger und ein Elektrobohrer sind in den Eisenerzbetrieben im Einsatz. Bis Ende 2026 soll etwa die Hälfte der gesamten Baggerflotte elektrisch betrieben werden.
Noch in diesem Jahr soll zudem der erste batterieelektrische Muldenkipper des Unternehmens in Betrieb gehen. Unterstützt wird dies durch die Inbetriebnahme eines selbst entwickelten 6-MW-Schnellladegeräts, das einen Muldenkipper in rund 30 Minuten vollständig aufladen kann. Darüber hinaus befinden sich Werkstests von Prototypen batterieelektrischer Radlader, Planierraupen, Grader und Wasserwagen des Herstellers XCMG in der Endphase – die Ausrüstung wird für den Transport von China in die Pilbara-Region vorbereitet.
Fortescue schloss zudem die Inbetriebnahme von zwei Energiespeichersystemen in Eliwana und North Star Junction ab und stärkte damit die Versorgungssicherheit aus erneuerbaren Quellen in der gesamten Region.
CEO sieht Wirtschaftlichkeit auf Seiten der Erneuerbaren
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Zur AktienanalyseDino Otranto, CEO von Fortescue Metals and Operations, kommentierte die Entwicklungen mit klaren Worten: „Während andere noch darüber debattieren, ob Dekarbonisierung möglich ist, macht sich Fortescue an den Bau dessen, was dafür erforderlich ist." Er ergänzte: „Die Technologie ist vorhanden. Die Wirtschaftlichkeit verbessert sich jedes Jahr. Und jeder, der die globalen Kraftstoffmärkte beobachtet, kann genau sehen, warum Elektrifizierung und erneuerbare Energien wichtiger denn je sind."
Neben den Solarprojekten wird auch der Bau des 133-MW-Windparks Nullagine fortgesetzt, der den Mix erneuerbarer Energien von Fortescue weiter diversifizieren soll. Das Unternehmen hat bereits mehr als 480 Kilometer Hochspannungs-Übertragungsinfrastruktur in der Pilbara-Region errichtet. Nach der Fertigstellung soll das Netz eine Länge von über 620 Kilometern erreichen und die erneuerbaren Energieanlagen physisch mit den Minen-, Schienen- und Hafenbetrieben verbinden.
„Unsere Solarparks, Übertragungsleitungen, Windkraftanlagen und Batterien werden derzeit in der gesamten Pilbara-Region gebaut. Wir gehen als Vorreiter voran, weil die Wirtschaftlichkeit, die Technologie und das nationale Interesse alle in dieselbe Richtung weisen", so Otranto abschließend. Für deutsche Anleger, die Fortescue an der australischen Börse ASX unter dem Kürzel FMG verfolgen, unterstreichen diese Schritte den strategischen Wandel des Konzerns vom reinen Rohstoffproduzenten zum integrierten Anbieter grüner Bergbaulösungen.


