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Forschungsausgaben der Dax-Konzerne auf Rekordniveau

Wirtschaftliche Unsicherheiten beeinflussen Investitionen in Innovation und Standortentwicklung

Forschungsausgaben der Dax-Konzerne auf Rekordniveau

Trotz einer Rezession und gesunkener Gewinne haben die DAX-Konzerne im Jahr 2023 so viel Geld wie noch nie für die Forschung und Entwicklung ausgegeben. Die 40 Unternehmen investierten insgesamt knapp 75 Milliarden Euro in diesen Bereich, was einem Anstieg von fast sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Bilanzauswertungen des Handelsblatts zeigen, dass die Umsätze im gleichen Zeitraum nur um knapp ein Prozent zunahmen.

Eine Handelsblatt-Umfrage verdeutlicht, dass die Großkonzerne trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten auch in Zukunft verstärkt in Forschung investieren wollen. Von den zehn Unternehmen mit den höchsten F&E-Ausgaben im DAX planen vier, noch mehr Geld in dieses Thema zu investieren, während drei vorhaben, das hohe Niveau beizubehalten.

Besonders profitiert der Standort Deutschland von diesen Investitionen, da die F&E-Ausgaben im Heimatmarkt überdurchschnittlich hoch sind. Dies liegt vor allem daran, dass in Deutschland die Zentralen und wichtige Forschungszentren der Unternehmen angesiedelt sind. Siemens beispielsweise hat kürzlich seinen weltweit größten Forschungsstandort nahe München eröffnet, wobei mehr als 50 Prozent der F&E-Investitionen des Unternehmens im Heimatmarkt bleiben.

Trotz dieser positiven Entwicklung äußern einige Branchen, wie die Pharma- und Chemieindustrie, auch Kritik am deutschen Standort. Sie bemängeln, dass es oft schwer sei, das in Deutschland generierte Wissen in führende Innovationen umzusetzen, die im globalen Wettbewerb bestehen können.

Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben der DAX-Konzerne haben sich seit 2011 verdoppelt, während die Umsätze nur um 50 Prozent gestiegen sind. Diese Zunahme spiegelt sich in einer steigenden Forschungsquote von 3,7 auf rekordhohe 5,1 Prozent wider. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass Banken und Versicherungen nicht in diese Berechnungen einbezogen wurden, da sie keine F&E-Abteilungen unterhalten.

Besonders bemerkenswert ist, dass Unternehmen wie Siemens ihre F&E-Ausgaben seit der Konzentration auf Digitalgeschäfte und der Abspaltung der Energietechnik stärker fokussieren konnten. So hat Siemens allein im Jahr 2023 zehn Prozent mehr in F&E investiert als im Vorjahr, was die Bedeutung von Forschung und Entwicklung für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens unterstreicht.

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