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Ford-Elektroautochef Doug Field verlässt den Automobilhersteller

Der ehemalige Apple-Manager tritt im Zuge einer Unternehmensreorganisation zurück – mitten in der Entwicklung neuer Elektrofahrzeuge.

Ford-Elektroautochef Doug Field verlässt den Automobilhersteller

Doug Field, der vor fünf Jahren vom Technologiekonzern Apple zu Ford Motor gewechselt war, verlässt den amerikanischen Automobilhersteller. Ford bestätigte, dass Field sich entschieden habe, das Unternehmen zu verlassen, und im nächsten Monat offiziell zurücktreten werde. Sein Abgang erfolgt im Rahmen einer umfassenderen Reorganisation bei Ford.

Field war angetreten, um den über 120 Jahre alten Automobilhersteller in das digitale und elektrische Zeitalter zu führen. Er brachte dabei Erfahrung aus dem Silicon Valley mit – eine Qualifikation, die Detroiter Autobauer in den vergangenen Jahren gezielt gesucht hatten, um im Wettbewerb mit reinen Elektroauto-Herstellern wie Tesla aufzuholen.

Geheimprojekt für erschwingliche Elektrofahrzeuge

Bei Ford leitete Field ein geheimes Projekt zur Entwicklung einer Reihe erschwinglicher High-Tech-Elektrofahrzeuge. Dieses Vorhaben gilt als strategisch besonders bedeutsam für Fords Zukunft im wachsenden Elektromobilitätsmarkt. Das erste dieser Fahrzeuge soll bereits im nächsten Jahr in die Produktion gehen – ein ambitionierter Zeitplan, der nun ohne seinen maßgeblichen Architekten umgesetzt werden muss.

Fields Ausscheiden kommt damit zu einem kritischen Zeitpunkt. Ford arbeitet nach eigenen Angaben unter Hochdruck daran, den Produktionsstart termingerecht zu realisieren. Ob und wie die Reorganisation des Unternehmens diesen Zeitplan beeinflusst, ließ Ford bislang offen.

Abgang reiht sich in einen größeren Trend ein

Field ist nicht der erste hochkarätige Manager aus dem Silicon Valley, der einen Detroiter Automobilhersteller wieder verlässt. In den vergangenen Jahren hatten mehrere große US-Autobauer gezielt Tech-Experten angeworben, um ihre Transformation in Richtung Elektromobilität und digitaler Vernetzung voranzutreiben. Nicht alle dieser Verpflichtungen erwiesen sich als dauerhaft erfolgreich.

Für deutsche Anleger und Beobachter der Automobilbranche ist Fords Elektrostrategie von besonderem Interesse, da der US-Konzern in direktem Wettbewerb mit europäischen Herstellern wie Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz steht. Der Verlust eines zentralen Strategen in einer entscheidenden Entwicklungsphase wirft Fragen über die künftige Ausrichtung des Unternehmens auf.

Ford hat bislang keine Details dazu bekanntgegeben, wer Fields Aufgaben übernehmen wird oder wie die Reorganisation die laufenden Elektroprojekte strukturell verändern wird. Die Entwicklungen rund um den geplanten Produktionsstart des neuen Elektrofahrzeugs dürften in den kommenden Monaten genau beobachtet werden.

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