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Ford Elektro-Pickup Fathom startet ab 28.000 Dollar im Jahr 2027

Ford bringt mit dem Fathom einen erschwinglichen Elektro-Truck auf den Markt und greift Tesla sowie BYD direkt an.

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Ford Elektro-Pickup Fathom startet ab 28.000 Dollar im Jahr 2027

Ford Motor hat am Donnerstag offiziell den Namen seines neuen mittelgroßen Elektro-Pickups enthüllt: Der Fathom soll ab etwa 28.000 US-Dollar erhältlich sein. Damit will der Automobilhersteller aus Michigan gezielt ein erschwingliches Elektrofahrzeug in einem Segment anbieten, das bislang von hochpreisigen Modellen dominiert wird. Vorbestellungen sind ab Anfang 2027 möglich, die Auslieferungen an Kunden sollen im Herbst 2027 beginnen.

Mit dem Fathom positioniert sich Ford direkt im Wettbewerb mit Tesla und dem chinesischen Hersteller BYD. Für die Entwicklung und Fertigung des Fahrzeugs hat Ford das Projekt von Grund auf neu konzipiert und ein spezialisiertes Team in Kalifornien zusammengestellt. Das Ziel: ein Elektrofahrzeug, das technologisch konkurrenzfähig und gleichzeitig für eine breite Käuferschicht erschwinglich ist.

Neues Fertigungsverfahren senkt Kosten

Um die ambitionierten Preisziele zu erreichen, setzt Ford in seinem Montagewerk in Louisville auf ein völlig neues Produktionsverfahren. Das sogenannte „Assembly-Tree"-System ersetzt das klassische, lange Fließband durch drei parallel laufende Fertigungslinien – eine für den Frontbereich, eine für das Heck sowie eine für die strukturelle Batterie und die Sitze. Diese drei Linien werden am Ende des Prozesses zusammengeführt. Ford verspricht sich davon eine deutlich höhere Effizienz und niedrigere Produktionskosten.

Der Fathom gehört damit zu einer kleinen, aber wachsenden Gruppe von Fahrzeugen in den USA, die unter der psychologisch wichtigen Marke von 30.000 Dollar angeboten werden. Laut Daten des Autoportals Edmunds, aktualisiert bis Mai 2026, gibt es in den USA derzeit 36 Modelle – darunter Verbrenner, Hybride und Elektroautos – mit einem Einstiegspreis unter 30.000 Dollar. Der Fathom würde sich damit in ein sehr exklusives Segment einreihen.

Innerhalb des eigenen Portfolios würde der Fathom zu einem der günstigsten Modelle von Ford zählen. Er konkurriert direkt mit dem Ford Maverick, einem ebenfalls mittelgroßen Pickup, dessen Einstiegspreis laut Edmunds knapp unter 30.000 Dollar liegt. Für Ford-Kunden entsteht damit eine interessante Wahl zwischen einem konventionellen und einem rein elektrischen Pickup in ähnlicher Preisklasse.

Strategischer Neustart nach Milliarden-Abschreibung

Der Fathom ist das Ergebnis einer grundlegenden Neuausrichtung der Elektrostrategie bei Ford. Ende letzten Jahres hatte der Konzern eine massive Abschreibung in Höhe von 19,5 Milliarden US-Dollar vorgenommen und daraufhin mehrere geplante Elektromodelle gestrichen – darunter auch den größeren und teureren Elektro-Pickup Lightning. Die Strategie schwenkte klar in Richtung günstigerer, massentauglicher Fahrzeuge um.

Der Fathom soll dabei nicht als Einzelmodell stehen bleiben. Ford plant, ihn als erstes Modell einer ganzen Fahrzeugfamilie zu positionieren, die auf der neuen Elektroplattform des Unternehmens basiert. Damit legt Ford mit dem Fathom das Fundament für eine breitere Elektrooffensive – zu Preisen, die deutlich unter dem bisherigen Branchendurchschnitt liegen.

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