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Ford-Aktie auf Dreijahreshoch – dank neuer Energiesparte

Nicht Autos, sondern Batterien für KI-Rechenzentren treiben Ford auf den höchsten Kurs seit 2023.

Ford-Aktie auf Dreijahreshoch – dank neuer Energiesparte

Die Ford-Aktie hat in den vergangenen zwei Wochen um beeindruckende 28% zugelegt und am Dienstag bei 15,32 US-Dollar geschlossen – dem höchsten Stand seit 2023. Der Kursanstieg von zuletzt 4,74% hat dabei wenig mit dem klassischen Automobilgeschäft zu tun. Auslöser ist die Ankündigung einer neuen Tochtergesellschaft namens Ford Energy, die den Konzern aus Dearborn, Michigan, in einen völlig neuen Markt katapultieren soll.

Ford Energy startet mit einer Investition von 2 Milliarden US-Dollar und verfolgt ein klares Ziel: Batteriezellen, die ursprünglich für Elektrofahrzeuge entwickelt wurden, sollen in stationäre Energiespeichersysteme umgewandelt werden. Diese Systeme richten sich an Rechenzentren im Bereich der künstlichen Intelligenz, Energieversorger und große Industriekunden. Damit reagiert Ford auf eine doppelte Herausforderung – die Flaute im Elektroautosegment und den gleichzeitig rasant steigenden Energiebedarf in den USA.

Ford tritt gegen Tesla und LG Energy Solution an

Mit diesem Schritt mischt sich Ford in einen Markt, der bislang von Unternehmen wie Tesla und dem südkoreanischen Konzern LG Energy Solution dominiert wird. Besonders im Fokus der Anleger steht dabei die geplante Zusammenarbeit mit dem chinesischen Batterieriesen Contemporary Amperex Technology – besser bekannt als CATL. Das Unternehmen gilt als weltgrößter Batteriehersteller und verleiht der neuen Ford-Sparte erhebliches Gewicht.

Den entscheidenden Impuls für den Kursanstieg lieferte ein Analyst von Morgan Stanley, der den Wert der Energiesparte von Ford auf 10 Milliarden US-Dollar schätzte. Diese Einschätzung Anfang des Monats löste eine deutliche Kaufwelle aus. „Die Aufmerksamkeit für ihre Fähigkeit, einige der vorhandenen Energiekapazitäten zu nutzen, ist gestiegen", erklärte Michael Ward, Automobilanalyst bei Citi.

James Picariello, Leiter der US-Automobilforschung bei BNP Paribas, beschreibt das Konzept prägnant: „Es handelt sich um eine echte Umnutzung überschüssiger Batteriezellenkapazitäten." Für Ford bedeutet das, aus einem Problem – zu viele ungenutzte Batteriekapazitäten durch die schleppende Elektroauto-Nachfrage – eine Geschäftschance zu machen.

Ford hebt sich von der Konkurrenz ab

Im Vergleich zu seinen direkten Wettbewerbern steht Ford damit glänzend da. Die Aktien von General Motors sind seit Jahresbeginn um rund 2% gefallen, nachdem sie im Jahr 2025 noch um mehr als 50% gestiegen waren. Noch deutlicher trifft es Stellantis, den Mutterkonzern der Marken Jeep und Ram: Dessen Aktien haben in diesem Jahr rund 28% an Wert verloren.

Für Anleger bietet Ford Energy eine strategisch interessante Perspektive. Der KI-Boom treibt den Energiebedarf von Rechenzentren weltweit in die Höhe – und genau hier könnte Ford mit wiederverwendeten Batteriezellen eine Lücke füllen. Ob das ambitionierte Vorhaben langfristig den erhofften Mehrwert liefert, wird die Entwicklung der neuen Sparte in den kommenden Monaten zeigen müssen.

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