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Flugtaxis auf dem Weg in den Alltag

Hohe Kosten und Premium-Markt: Herausforderungen für Volocopter und Lilium im urbanen Verkehr

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Flugtaxis auf dem Weg in den Alltag

Fliegende Taxis könnten in naher Zukunft Teil des urbanen Verkehrs werden, wenn die Pläne von Unternehmen wie Volocopter und Lilium erfolgreich umgesetzt werden. Beide Unternehmen arbeiten intensiv an der Entwicklung und Zulassung ihrer elektrischen Senkrechtstarter, die eine innovative Alternative zu herkömmlichen Verkehrsmitteln darstellen könnten. Volocopter, ein Start-up aus Karlsruhe, rechnet damit, bald die Musterzulassung für sein Fluggerät zu erhalten, was einen entscheidenden Schritt in Richtung kommerzieller Nutzung darstellt. Auch der Konkurrent Lilium steht kurz vor einem wichtigen Meilenstein: Anfang des kommenden Jahres ist der bemannte Erstflug geplant, und die Serienproduktion soll im Jahr 2026 beginnen.

Eine zentrale Frage bleibt jedoch offen: Wie teuer wird ein Flug mit einem solchen Senkrechtstarter sein? Volocopter-Chef Dirk Hoke prognostizierte im Herbst letzten Jahres, dass ein Flug etwa drei bis fünf Euro pro Kilometer kosten könnte, vorausgesetzt, es wird ein Viersitzer zugelassen. Bisher arbeitet das Unternehmen an der Zulassung eines Zweisitzers, bei dem der Pilot einen der Sitze belegt. Diese Preisschätzung liegt in etwa auf dem Niveau der aktuellen Taxitarife in Deutschland, was die Frage aufwirft, ob Fliegen zum Preis einer Taxifahrt realistisch ist.

Eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Beratungsgesellschaft Roland Berger hat die Kosten für potenzielle Flugrouten analysiert. Demnach wird ein Flug mit einem Zweisitzer – ein Pilot und ein Passagier – auf der Strecke vom Hamburger Hauptbahnhof zum Airbus-Werk in Finkenwerder zwischen 175 und 350 Euro kosten. Diese Strecke würde mit dem Taxi derzeit etwa 54 Euro kosten, wobei die Fahrzeit rund 40 Minuten beträgt, während der Flug nur elf Minuten dauern würde.

Für einen Flughafenshuttle vom Hamburger Stadtteil Blankenese zum Flughafen Hamburg berechnen die Studienautoren Kosten von 75 bis 160 Euro pro Person bei einer Flugzeit von zwölf Minuten. Eine ähnliche Fahrt mit dem Taxi oder einem Limousinenservice dauert etwa 45 Minuten und kostet zwischen 65 und 140 Euro, abhängig von der Anzahl der Passagiere. Ein drittes Beispiel in der Studie ist eine Strecke vom Flughafen Hamburg nach Sylt. Hier könnte ein Flug mit einem Sechssitzer zwischen 200 und 300 Euro pro Fluggast kosten, während die gleiche Strecke mit dem Limousinenservice bis zu 820 Euro betragen würde.

Diese Analysen zeigen, dass fliegende Taxis zunächst ein teures Premiumprodukt bleiben werden, jedoch in bestimmten Szenarien wirtschaftlich tragfähig sein könnten. Entscheidend wird sein, dass die Flugtaxi-Anbieter ihre Dienste effizient gestalten und alle Beteiligten im Ökosystem, von den Betreibern der Flugtaxis bis hin zur Luftsicherung, eng zusammenarbeiten, um die Kosten auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Ob die prognostizierten Ticketpreise realistisch sind, bleibt abzuwarten, da derzeit noch keine realen Daten vorliegen.

VolocopterLufttaxiLuftverkehr

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