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Flugpreise im Iran-Krieg: Jetzt buchen oder abwarten?

Reiseexperten raten angesichts steigender Flugpreise durch den Iran-Konflikt: Wer reisen will, sollte möglichst bald buchen.

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Flugpreise im Iran-Krieg: Jetzt buchen oder abwarten?

Der Iran-Krieg treibt die Flugpreise weltweit in die Höhe – und potenzielle Reisende stehen vor einer schwierigen Entscheidung: Jetzt buchen oder auf eine Entspannung der Lage warten? Reiseexperten empfehlen mehrheitlich, nicht zu zögern. „Wenn es jetzt in Ihr Budget passt, schieben Sie es nicht auf", lautet der klare Rat von Expertin Nastro.

Konkrete Zahlen belegen den Preisanstieg deutlich. Ein durchschnittlicher Inlands-Hin- und Rückflug in den USA kostete laut Daten der Reisesuchmaschine Kayak zum 20. April 361 US-Dollar – rund 8 % mehr als die 335 Dollar vom 23. Februar, also kurz vor Beginn des Konflikts. Im Jahresvergleich entspricht das sogar einem Anstieg von 19 % gegenüber 304 Dollar Ende April 2025.

Noch drastischer fällt der Anstieg bei Auslandsflügen aus. Der durchschnittliche internationale Hin- und Rückflug erreichte am 20. April 1.097 US-Dollar – ein Sprung von 42 % gegenüber 774 Dollar vom 23. Februar. Im Jahresvergleich entspricht das einem Plus von 14 %.

Kerosin als zentraler Kostentreiber

Der Hauptgrund für die Preissteigerungen liegt im Treibstoff. Kerosin macht in der Regel 20 bis 30 % der Gesamtbetriebskosten von Fluggesellschaften aus und ist damit ein „wesentlicher Treiber" der Ticketpreise, wie Hayley Berg, Chefökonomin der Reise-App Hopper, erläutert. Der Preis für US-Kerosin ist seit Beginn des Iran-Krieges um rund 82 % gestiegen – von 2,50 Dollar am 27. Februar auf 4,56 Dollar pro Gallone, wie aus einem Kerosinpreisindex von Argus Media hervorgeht.

Ursache des Ölpreisschocks ist die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran und die USA. Über diese strategisch bedeutsame Meeresenge werden rund 20 % des weltweiten Ölangebots transportiert. Beide Seiten nutzen die Blockade als wirtschaftliches Druckmittel, was die globalen Ölpreise nach oben treibt.

Die Fluggesellschaften reagieren auf die gestiegenen Kosten mit verschiedenen Maßnahmen: Sie erhöhen Ticketpreise, heben Gepäckgebühren an, führen Treibstoffzuschläge ein und streichen Teile ihrer Flugpläne. Berg schätzt, dass die höheren Treibstoffkosten die Sommerflugpreise bereits um rund 10 % über die ursprünglichen Erwartungen von Hopper getrieben haben. Flüge nach Europa – dem wichtigsten Sommerreiseziel für Amerikaner – seien dabei um etwa 9 % teurer geworden.

Auch ein schnelles Kriegsende würde kaum helfen

Selbst wenn der Konflikt kurzfristig enden sollte, dürfte es laut Experten Monate dauern, bis sich die Preise normalisieren. Der Wiederaufbau der Ölinfrastruktur im Nahen Osten und die Aufarbeitung von Produktionsverzögerungen brauchen Zeit, so Nastro. Diese Einschätzung gilt sowohl für Sommerreisen als auch für Flüge im September und Oktober.

Grundsätzlich gilt: Flugtickets tendieren dazu, in den Wochen und Monaten vor dem Abflug teurer zu werden. Experten sprechen vom sogenannten „Goldilocks"-Fenster – dem optimalen Buchungszeitpunkt. Für Inlandsreisende liegt dieser Zeitraum typischerweise drei bis sieben Monate vor der Reise, für Auslandsreisende vier bis zehn Monate im Voraus.

Wer flexibel ist, hat laut Berg noch eine weitere Option: die Nebensaison im Herbst statt des Sommers zu wählen. Alternativ könnten Reisende auch abwarten, bis mehr Klarheit über den weiteren Verlauf des Iran-Krieges besteht – und dann kurzfristig buchen. Angesichts der aktuellen Preisentwicklung ist jedoch Abwarten mit einem finanziellen Risiko verbunden.

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