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Fitch hebt Boeing-Ausblick auf Positiv – Produktion erholt sich

Fitch Ratings stuft Boeing-Ausblick auf „Positiv" hoch und bestätigt das langfristige Rating mit „BBB-".

Fitch hebt Boeing-Ausblick auf Positiv – Produktion erholt sich

Fitch Ratings hat den Ausblick für die Boeing Company (NYSE: BA) von „Stabil" auf „Positiv" angehoben und das langfristige Emittentenausfallrating (IDR) bei „BBB-" bestätigt. Gleichzeitig bestätigte die Ratingagentur das kurzfristige IDR sowie das Rating für Commercial Paper mit „F3" und die Einstufung für vorrangige unbesicherte Anleihen und revolvierende Kreditfazilitäten mit „BBB-". Die Entscheidung fiel am Freitag und markiert einen wichtigen Meilenstein in der Erholung des US-Flugzeugbauers.

Ausschlaggebend für die Revision des Ausblicks ist laut Fitch die nachhaltige Erholung der Produktion des Mittelstreckenflugzeugs 737 MAX. Die monatliche Produktionsrate hat sich bei 42 Flugzeugen stabilisiert, und die US-Luftfahrtbehörde FAA hat bereits die Genehmigung für eine Steigerung auf 47 Einheiten pro Monat erteilt. Auch die Fertigung der Langstreckenreihe 787 festigt sich auf einem Kurs in Richtung 10 Maschinen pro Monat.

Schuldenabbau als zentrales Signal

Boeing hat im ersten Halbjahr 2026 die Bruttoverschuldung um 8,3 Milliarden US-Dollar auf rund 45,9 Milliarden US-Dollar reduziert. Dabei wurden fällige Verbindlichkeiten aus vorhandenen Barmitteln getilgt, anstatt sie zu refinanzieren – ein klares Signal für die Ernsthaftigkeit des Schuldenabbaus. Fitch geht davon aus, dass Boeing die im Jahr 2027 fälligen Schulden in Höhe von 4,3 Milliarden US-Dollar ebenfalls aus intern generierten Mitteln zurückzahlen wird.

Die Ratingagentur erwartet, dass der Verschuldungsgrad (EBITDA-Leverage) von rund 4,8x im Jahr 2026 auf unter 3,5x im Jahr 2027 und weiter auf etwa 2,5x im Jahr 2028 sinkt. Dies setzt voraus, dass sich das EBITDA weiter erholt und die Schuldentilgung konsequent fortgesetzt wird. Das Management hat die Priorisierung der Schuldenreduzierung klar kommuniziert, was Fitch als glaubwürdig einstuft.

Rückkehr zu positivem Cashflow nach Jahren des Mittelabflusses

Ein besonders bedeutsamer Wendepunkt ist die Rückkehr zu einem positiven freien Cashflow. Boeing hatte im Jahr 2024 noch einen negativen freien Cashflow von 14,3 Milliarden US-Dollar verzeichnet – ein enormer Mittelabfluss, der den Konzern stark belastet hatte. Für 2026 stellt das Unternehmen einen positiven freien Cashflow zwischen 1 Milliarde und 3 Milliarden US-Dollar in Aussicht, nachdem es 2025 bereits in die Gewinnzone zurückgekehrt ist.

Fitch erwartet, dass die Cash-Generierung in den Folgejahren stetig steigen wird, wenn die Auslieferungsraten zunehmen und sich das Betriebskapital normalisiert. Ein Auftragsbestand von rund 695 Milliarden US-Dollar, der mehr als 6.100 Verkehrsflugzeuge umfasst, bildet dabei die solide Grundlage für eine mehrjährige, planbare Gewinn- und Cashflow-Entwicklung.

Ausblick: Produktionshochlauf und neue Zertifizierungen

Im Ratingszenario von Fitch wird davon ausgegangen, dass die MAX-Produktion im Laufe des Jahres 2027 eine Rate von 52 Maschinen pro Monat erreicht. Zudem kalkuliert die Ratingagentur mit der Zertifizierung der Varianten 737 MAX-7 und MAX-10 in der zweiten Jahreshälfte 2026 sowie der Zertifizierung des Langstreckenflugzeugs 777X im Jahr 2027. Diese Meilensteine sind entscheidend, um den Produktionshochlauf weiter voranzutreiben und den Auftragsbestand abzuarbeiten.

Für Anleger ist die Ausblick-Revision von Fitch ein positives Signal: Sie zeigt, dass die Ratingagentur einen klaren und glaubwürdigen Pfad hin zu einer weiteren Bonitätsverbesserung sieht. Eine tatsächliche Hochstufung des Ratings würde Boeing den Zugang zu günstigeren Finanzierungskonditionen am Kapitalmarkt erleichtern und die Bilanz weiter stärken.

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