First Atlantic Nickel entdeckt zweite Awaruit-Zone im Pipestone-XL-Projekt
Das erste Bohrloch bei Alloy Max North durchteufte auf 414 Metern sichtbaren Awaruit – und endete in offener Mineralisierung.

First Atlantic Nickel & Cobalt Corp. (TSXV: FAN | OTCQB: FANCF | FSE: P21) hat eine zweite großflächige Awaruit-Entdeckung auf seinem Nickel-Kobalt-Projekt Pipestone XL im Zentrum von Neufundland, Kanada, bekannt gegeben. Das Unternehmen meldete am 15. Juni 2026 die visuellen Ergebnisse des ersten Bohrlochs in der neuen Zone Alloy Max – und die Resultate sind bemerkenswert: Das Bohrloch XL-26-15 durchteufte über seine gesamte Länge von 414 Metern sichtbar eingesprengten Awaruit und endete in offener Mineralisierung.
Awaruit ist eine natürlich vorkommende Nickel-Eisen-Kobalt-Legierung (Ni₃Fe), die sich bei der sogenannten Serpentinisierung ultramafischer Gesteine bildet. Dabei reagiert das Gestein mit Wasser, erzeugt molekularen Wasserstoff und reduziert Nickel in seinen metallischen Zustand. Für die Rohstoffversorgung von Industrien wie der Batterieproduktion oder Speziallegierungen gilt Awaruit als besonders attraktiv, da es sich magnetisch gewinnen lässt – ohne den Einsatz einer konventionellen Schmelzhütte.
Die Zone Alloy Max liegt etwa 7 km nördlich der bereits bekannten RPM-Zone innerhalb des 30 km langen Pipestone-Ophiolith-Komplexes. Das Entdeckungsbohrloch XL-26-15 befindet sich dabei etwa 5,2 km nördlich des RPM-Entdeckungslochs AN-24-02. Das Bohrloch wurde mit einer Neigung von 60 Grad nach Osten gebohrt, wobei visuelle Häufigkeit und Korngröße des Awaruit mit zunehmender Tiefe in Richtung Osten anstiegen – ein Hinweis darauf, dass sich das Mineralisierungssystem in dieser Richtung verstärkt.
Alloy Max deutlich größer als die RPM-Zone
Besonders bedeutsam ist die Dimension der neuen Zone: Alloy Max erstreckt sich nach bisherigen geologischen Kartierungen, geophysikalischen Auswertungen und Davis-Tube-Recovery-Probenahmen (DTR) über eine Streichlänge von rund 4 km und eine Breite von bis zu 1,5 km. Damit ist die Zone sowohl in der Länge als auch in der Fläche deutlich größer als die RPM-Zone. Das erste Bohrloch XL-26-15 erprobte dabei lediglich rund 200 Meter der kartierten Breite – es verbleiben noch etwa 1,3 km ungetestete Breite im Osten.
Die Zone Alloy Max wurde erstmals am 18. März 2026 bekannt gegeben, nachdem distriktweite Oberflächenprobenahmen durchgeführt worden waren. Diese integrierten geologische Feldkartierungen, Gesteinsprobenahmen mit DTR-Analyse sowie Geophysik. Oberflächen-DTR-Probenahmen bei Alloy Max lieferten magnetisch gewinnbare Nickelgehalte, die mit den Oberflächenwerten der RPM-Zone vergleichbar sind. In der RPM-Zone hatten Bohrkerne konsistent deutlich höhere DTR-Gehalte als verwitterte Oberflächenproben gezeigt – ein Zusammenhang, der das Unternehmen auch für Alloy Max auf höhere Gehalte in der Tiefe hoffen lässt.
Ein Großteil des Geländes war in der Vergangenheit kaum exploriert worden, da frühere Betreiber nicht gezielt auf Awaruit testeten und keine DTR-Analysen durchführten. Verbesserte Straßenzugänge und trockenere Bodenverhältnisse ermöglichten es First Atlantic nun, das Gebiet zu erschließen. Dank minimalen Abraums konnten die Geologen das anstehende Gestein direkt freilegen und beproben – und identifizierten an mehreren Bohrstandorten bereits vor den Bohrungen sichtbaren Awaruit im freigelegten Fels.
Awaruit in der RPM-Zone mit 77,62 % Nickel bestätigt
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Zur AktienanalyseZum Vergleich: Am 21. Mai 2026 hatte das Unternehmen Awaruit in der RPM-Zone durch Elektronenstrahl-Mikroanalysen von SGS Canada Inc. bestätigt, die im Durchschnitt 77,62 % Nickel und 1,69 % Kobalt ergaben. Diese Analyseergebnisse unterstreichen die metallurgische Qualität der Awaruit-Mineralisierung im Pipestone-XL-Projekt.
Der geologische Rahmen des Projekts ist der Pipestone-Ophiolith-Komplex – ein bedeutender Gürtel aus ultramafischem Gestein, der entlang eines Verwerfungssystems von kontinentalem Ausmaß eingelagert wurde. Eine regionale Verwerfungsstruktur auf Krustenebene durchschneidet den 30 km langen Komplex und bietet den Pfad für Fluide, um mit dem Wirtsgestein zu interagieren, Wasserstoff zu erzeugen und Nickel über den gesamten Trend zu Metall zu reduzieren. First Atlantic sieht darin die Grundlage für einen Bergbaudistrikt mit mehreren Lagerstätten.
Die Bohrungen bei Alloy Max North und South dauern an, wobei weitere Bohrlöcher von zusätzlichen Bohrplattformen aus in Arbeit sind. Das Unternehmen verfolgt das strategische Ziel, einen Nickel-Kobalt-Legierungsdistrikt mit zentralisierter Inlandsverarbeitung zu entwickeln, der direkt in nachgelagerte Industrien einspeist und die Engpässe bei Schmelzhütten in Nordamerika umgeht. Ein entsprechendes Whitepaper mit dem Titel „Onshoring the Nickel-Cobalt Supply Chain Without a Smelter" wurde am 9. Juni 2026 veröffentlicht und ist unter www.fanickel.com abrufbar.


