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FinecoBank übertrifft Gewinnerwartungen dank starkem Zinsüberschuss im Q2

Die italienische Direktbank überzeugt mit einem Nettogewinn von 181 Millionen Euro und kräftigen Nettozuflüssen im Juli.

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FinecoBank übertrifft Gewinnerwartungen dank starkem Zinsüberschuss im Q2

FinecoBank S.p.A. hat im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 181 Millionen Euro erzielt und damit die Erwartungen der Analysten um 6% übertroffen. Als entscheidender Treiber erwies sich ein deutlich stärkerer Zinsüberschuss, der die Konsensschätzungen klar hinter sich ließ. Das Ergebnis unterstreicht die robuste operative Entwicklung der italienischen Online-Bank.

Der Zinsüberschuss kletterte im Berichtsquartal auf 176 Millionen Euro – ein Anstieg von 8% gegenüber dem Vorquartal und sogar 14% im Jahresvergleich. Damit lag dieser Wert 3% über den Konsensschätzungen. Die Einlagenbestände wuchsen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8% und trugen maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung bei.

Auch der Provisionsüberschuss entwickelte sich besser als erwartet: Er belief sich auf insgesamt 162 Millionen Euro und übertraf die Analystenprognosen um 2%. Besonders die Anlagegebühren überzeugten und lagen ebenfalls 2% über den Erwartungen. Die Betriebskosten entsprachen hingegen den Schätzungen, was zu einem operativen Ergebnis vor Rückstellungen führte, das 5% über dem Konsens lag.

Kapitalquoten leicht rückläufig

Auf der Kapitalseite zeigte sich ein leicht gemischtes Bild. Die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) sank im Quartal moderat auf 5,0%, während die harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) um rund 10 Basispunkte auf 23,2% zurückging. Trotz des leichten Rückgangs bewegt sich FinecoBank damit weiterhin auf einem komfortablen Kapitalniveau, das deutlich über den regulatorischen Mindestanforderungen liegt.

Starke Nettozuflüsse im Juli

Für den Monat Juli meldete FinecoBank Nettozuflüsse von insgesamt 1,7 Milliarden Euro – ein beeindruckendes Plus von 40% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zuflüsse bei den verwahrten Vermögenswerten (Assets under Custody) erreichten 1,7 Milliarden Euro, verglichen mit lediglich 0,3 Milliarden Euro im Juli des Vorjahres. Die verwalteten Vermögenswerte (Assets under Management) verzeichneten Zuflüsse von 0,4 Milliarden Euro.

Auf der anderen Seite standen im Juli Einlagenabflüsse von 0,3 Milliarden Euro, während im Vorjahreszeitraum noch Zuflüsse von 0,4 Milliarden Euro verbucht worden waren. Das Brokerage-Geschäft entwickelte sich ebenfalls positiv: Die entsprechenden Erträge stiegen im Juli auf 23 Millionen Euro, was einem Wachstum von 20% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Angehobener Ausblick für 2026

FinecoBank hat zudem seinen Ausblick für das Jahr 2026 nach oben angepasst, gestützt durch stärkere Geschäftstrends. Die Bank rechnet nun mit höheren Kosten im Zusammenhang mit Wachstumsinitiativen in Höhe von 15 Millionen Euro – nach einer früheren Schätzung von 10 Millionen Euro. Gleichzeitig erwartet das Unternehmen künftig ein langsameres Wachstum der Betriebskosten, was die Profitabilität mittelfristig stützen dürfte.

FinecoBank zählt zu den führenden europäischen Online-Banken und Brokern und ist vor allem in Italien sowie im Vereinigten Königreich aktiv. Das Geschäftsmodell kombiniert Banking, Brokerage und Investment-Dienstleistungen auf einer integrierten Plattform und spricht insbesondere selbstständige Anleger an.

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