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Figma-Aktie legt 4,5% zu nach Adobe-Hochstufung durch HSBC

Ein positives Analystenurteil zu Adobe dämpft Sorgen über KI-Disruption im Designsoftware-Markt und beflügelt Figmas Kurs.

Figma-Aktie legt 4,5% zu nach Adobe-Hochstufung durch HSBC

Die Aktie von Figma Inc legte am Donnerstag um 4,5% zu – ausgelöst durch eine überraschende Hochstufung des Konkurrenten Adobe durch die Großbank HSBC. Das Signal aus der Analystengemeinschaft: Die Angst vor einer massiven Verdrängung klassischer Designsoftware durch künstliche Intelligenz könnte deutlich übertrieben sein.

Figma, das seit seinem Börsengang im Jahr 2025 unter erheblichem Kursdruck stand, profitierte unmittelbar von der neuen Einschätzung. Anleger hatten zuvor befürchtet, dass KI-gestützte Design-Tools herkömmliche Software wie die von Figma und Adobe zunehmend ersetzen könnten. Die HSBC-Hochstufung von Adobe wirkt nun wie ein Vertrauensbeweis für das gesamte Segment.

HSBC stuft Adobe von „Hold" auf „Buy" hoch

HSBC-Analyst Stephen Bersey hob seine Empfehlung für Adobe von „Hold" auf „Buy" an und erhöhte das Kursziel von 282,00 US-Dollar auf 308,00 US-Dollar. Auslöser war ein starkes Quartalsergebnis: Adobe meldete für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein Umsatzwachstum von 12,7% im Jahresvergleich. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 11,8%.

„Wir haben bisher keine wesentlichen Auswirkungen durch KI-gestützte Wettbewerber feststellen können, und mit diesem Bericht haben wir das Risiko im Zusammenhang mit diesen neuen Wettbewerbsbedrohungen neu bewertet", kommentierte Bersey. Der Analyst ergänzte: „Wir glauben, dass der Markt die negativen Auswirkungen von KI-basierten Design-Tools überschätzt und dass die Chancen nun die Risiken überwiegen, während die jüngsten Ergebnisse weiterhin stark sind."

Besonders aufschlussreich ist ein Blick auf die sogenannten Remaining Performance Obligations (RPO) – also vertraglich vereinbarte, aber noch nicht realisierte Umsätze, die als Indikator für künftiges Wachstum gelten. Adobes gesamte RPO sowie die aktuellen RPO stiegen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 um 13,1% im Jahresvergleich – ein Zeichen für anhaltend starke Kundenbindung.

KI als Chance, nicht als Bedrohung

Bersey hob hervor, dass sich Adobes Plattform als besonders „sticky" erwiesen habe – also kundenbindend. Nutzer seien mit den gewohnten Arbeitsabläufen vertraut, und neue KI-gestützte Funktionen würden nahtlos integriert, anstatt bestehende Prozesse zu ersetzen. Dieses Argument stützt die These, dass etablierte Designplattformen von KI profitieren können, statt verdrängt zu werden.

Der sogenannte „AI-first"-Umsatz bei Adobe verdreifachte sich zwar im Jahresvergleich, machte jedoch erst rund 2% des Gesamtumsatzes im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 aus. Das zeigt: KI ist bei Adobe noch ein junges, aber wachsendes Geschäftsfeld – kein disruptiver Faktor, der das Kerngeschäft gefährdet.

Nach dem pandemiebedingten Wachstumsschub im Geschäftsjahr 2021 hat sich Adobes Umsatzwachstum bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate im niedrigen zweistelligen Bereich stabilisiert. Anzeichen für eine KI-bedingte Disruption sind laut HSBC bislang nicht erkennbar. Für Anleger, die auf Designsoftware-Aktien wie Figma setzen, könnte diese Neubewertung ein wichtiges Signal sein.

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