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FIFA-WM 2026: Klimabilanz droht sich mehr als zu verdoppeln

Die erweiterte Weltmeisterschaft 2026 mit 48 Teams in Nordamerika soll laut einer neuen Bewertung rund 7,8 Millionen Tonnen CO₂ verursachen.

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FIFA-WM 2026: Klimabilanz droht sich mehr als zu verdoppeln

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 startet als globales Fest des Sports – doch sie wirft gleichzeitig einen langen ökologischen Schatten. Laut einer aktuellen Bewertung der CO₂-Bilanzierungsplattform Greenly wird das Turnier eine Klimabilanz aufweisen, die mehr als doppelt so hoch ist wie die der WM 2022 in Katar. Das stellt den expandierenden Charakter des Turniers unter kritische Beobachtung.

Die Analyse von Greenly, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde, schätzt die Emissionen des Turniers auf rund 7,8 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Zum Vergleich: Die WM in Katar 2022 galt bereits als umstrittenes Turnier in puncto Nachhaltigkeit – die neue Ausgabe soll diese Werte deutlich übertreffen. Der Hauptgrund liegt in der massiven Ausweitung des Wettbewerbs.

Mehr Teams, mehr Spielorte, mehr Emissionen

Erstmals nehmen 48 statt bisher 32 Nationalmannschaften an einer Weltmeisterschaft teil. Die Spielorte verteilen sich über ganz Nordamerika – auf ein Gebiet, das flächenmäßig kaum mit dem kompakten Gastgeberland Katar vergleichbar ist. Diese geografische Streuung bedeutet deutlich längere Reisewege für Teams, Offizielle und Fans gleichermaßen.

Die Ausweitung des Turnierformats durch den Weltfußballverband FIFA ist seit Jahren bekannt und war von Anfang an umstritten. Kritiker bemängelten stets, dass mehr Spiele und mehr Reisen zwangsläufig zu einer größeren Umweltbelastung führen würden. Die nun vorliegenden Schätzungen von Greenly scheinen diese Befürchtungen zu bestätigen.

Für deutsche Fußballfans und Klimaschützer stellt sich damit eine grundsätzliche Frage: Wie lässt sich das globale Spektakel Weltmeisterschaft mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens vereinbaren? Deutschland hat sich als einer der führenden Industriestaaten ambitionierte Klimaziele gesetzt – und der Fußball als gesellschaftlich bedeutsame Institution steht zunehmend unter Druck, seinen ökologischen Fußabdruck zu rechtfertigen.

Greenly-Bewertung als Maßstab

Die Plattform Greenly ist auf die Berechnung und Analyse von CO₂-Bilanzen spezialisiert und gilt als anerkannte Größe im Bereich der Klimabilanzierung. Ihre Einschätzung zur WM 2026 liefert erstmals eine konkrete Zahl, die die Dimension des Problems greifbar macht: 7,8 Millionen Tonnen CO₂ entsprechen in etwa dem jährlichen Treibhausgasausstoß einer mittelgroßen europäischen Stadt.

Das Turnier beginnt am Donnerstag und wird Milliarden von Zuschauern weltweit begeistern. Doch die Debatte über den ökologischen Preis des modernen Spitzenfußballs dürfte die kommenden Wochen begleiten – und weit über das Finale hinaus andauern.

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