FIFA erhöht WM-Preisgeldpool 2026 auf 871 Millionen Dollar
Die FIFA hebt die Gesamtausschüttung für die WM 2026 auf 871 Millionen Dollar an – die lukrativste Ausgabe der Turniergeschichte.

Die FIFA hat die finanzielle Ausschüttung für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 auf insgesamt 871 Millionen US-Dollar angehoben. Das gab der Weltverband auf der 36. Sitzung des FIFA-Rats in Vancouver, Kanada, bekannt. Damit wird das Turnier zur lukrativsten WM in der Geschichte des Fußballs.
Jeder der teilnehmenden Verbände erhält künftig zusätzliche 2 Millionen US-Dollar. Die Mindestauszahlung für jedes qualifizierte Team beträgt damit mindestens 12,5 Millionen Dollar – unabhängig vom Abschneiden im Turnier. Darüber hinaus ist weiteres Preisgeld an die sportliche Leistung im Turnier gekoppelt.
Zusätzlich stellte die FIFA mehr als 16 Millionen Dollar bereit, um die Kosten für teilnehmende Delegationen sowie Ticketkontingente der Teams zu decken. Diese Summe fließt in den Gesamtpool von 871 Millionen Dollar ein.
Historischer Anstieg gegenüber Katar 2022
Bereits im Dezember hatte die FIFA eine Erhöhung des Preispools um mehr als 50 Prozent angekündigt. Der FIFA-Rat genehmigte damals einen „Rekord-Preispool" von 727 Millionen Dollar – eine Steigerung von 65 Prozent gegenüber den 440 Millionen Dollar, die den Teams bei der WM 2022 in Katar ausgezahlt wurden. Die nun bekanntgegebenen zusätzlichen Mittel heben den Gesamtpool weiter auf 871 Millionen Dollar an.
Die Zahlungen sollen laut FIFA einen Teil der Kosten decken, die mit der Qualifikation und Turniervorbereitung verbunden sind – darunter Reisekosten, Trainingseinrichtungen und Mitarbeitervergütungen. Laut Ricardo Fort, Gründer der Sportberatung Fort Consulting, dürften diese Zahlungen insbesondere für Teams außerhalb der traditionellen Fußball-Großmächte von besonderer Bedeutung sein.
Die WM 2026 wird zudem die größte in der Geschichte des Turniers sein: Das Teilnehmerfeld wurde von 32 auf 48 Mannschaften erweitert. Vier Nationalmannschaften – Kap Verde, Curaçao, Jordanien und Usbekistan – werden bei dieser Ausgabe ihr WM-Debüt feiern. Das Turnier beginnt am 11. Juni in den USA, Mexiko und Kanada.
Kritik an Ticketpreisen und FIFA-Einnahmen
Trotz der Rekordausschüttungen steht die FIFA gleichzeitig unter erheblichem Druck. Fans haben ihren Unmut über die Ticketpreise und die Einnahmequellen des Verbands geäußert. Im Rahmen des neuen „dynamischen" Preissystems der FIFA schwanken die Ticketpreise je nach Nachfrage – einige Fans berichteten von Preissteigerungen gegenüber der WM 2022 um mehr als das Zehnfache.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseEine Überprüfung der Ticketpreise durch den US-Sender CNBC ergab eine Preisspanne von 380 Dollar für ein Ticket der Kategorie 2 für ein Gruppenspiel zwischen Curaçao und der Elfenbeinküste in Philadelphia bis hin zu 4.105 Dollar für Tickets der Kategorie 1 für ein Spiel zwischen den USA und Paraguay im Los Angeles Stadium.
Auf der offiziellen Ticket-Wiederverkaufsplattform der FIFA haben die Preise teils extreme Ausmaße angenommen. So wurde ein Wiederverkaufsticket für das Finale für 11,5 Millionen Dollar angeboten. Obwohl die FIFA die Preise auf dem Wiederverkaufsmarkt nicht direkt kontrolliert, erhebt sie eine Gebühr von 15 Prozent auf den Wert jeder Transaktion.
Ein FIFA-Sprecher erklärte gegenüber CNBC, die Organisation konzentriere sich darauf, „bestehenden, aber auch potenziellen Fans einen fairen Zugang zu unserem Spiel zu gewährleisten". Günstigere Gruppenspieltickets werden demnach ab 60 Dollar angeboten – diese kostengünstigeren Tickets wurden jedoch nach Angaben des Berichts speziell für bestimmte Zielgruppen reserviert.


