Festgeld-Betrug auf dem Vormarsch: Experte warnt Sparer eindringlich
Falsche Festgeld-Angebote locken Sparer in die Falle – am Ende ist das Geld weg. Ein Experte ordnet das Ausmaß ein.

Wer auf der Suche nach attraktiven Zinsen ist, gerät zunehmend ins Visier von Betrügern. Vermeintliche Festgeld-Angebote versprechen sichere Renditen – doch statt Zinsen erwartet die Opfer am Ende der totale Verlust ihres eingesetzten Kapitals. Experten schlagen Alarm.
Nino Goldbeck, Experte auf dem Gebiet des Finanzanlagebetrugs, stuft das Phänomen im Interview mit der WirtschaftsWoche als „ernsthaftes Problem" ein. Gleichzeitig relativiert er das Ausmaß: Festgeld-Betrug sei zwar auf dem Vormarsch, reiche aber bei weitem nicht an den seit Jahren boomenden Online-Trading-Betrug heran.
Online-Trading-Betrug bleibt die größere Gefahr
Laut Goldbeck läuft der Online-Trading-Betrug „nach wie vor auf sehr hohem Niveau" – und das bereits seit vielen Jahren. Im direkten Vergleich sei der Festgeld-Betrug vom Ausmaß her schlicht „nicht vergleichbar". Dennoch mahnt der Experte zur Vorsicht, denn die Fallzahlen beim Festgeld-Betrug haben zuletzt zugenommen.
Für Privatanleger ist diese Entwicklung besonders brisant. In einem Umfeld, in dem viele Sparer nach der langen Niedrigzinsphase wieder aktiv nach renditestarken Einlagenprodukten suchen, bieten Betrüger eine perfekte Angriffsfläche. Gefälschte Angebote wirken oft täuschend echt und ahmen seriöse Banken oder Finanzplattformen nach.
So schützen sich Anleger vor Festgeld-Fallen
Wer sein Geld sicher anlegen möchte, sollte grundlegende Vorsichtsmaßnahmen beachten:
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Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur Aktienanalyse- Anbieter stets über offizielle Kanäle und die BaFin-Datenbank überprüfen
- Keine Geldtransfers auf unbekannte Konten im Ausland vornehmen
- Bei ungewöhnlich hohen Zinsversprechungen skeptisch bleiben
- Direkten Kontakt zur Bank über verifizierte Kontaktdaten suchen
Die Masche der Betrüger zielt darauf ab, das Vertrauen der Sparer in klassische, als sicher geltende Anlageformen wie das Festgeld auszunutzen. Gerade weil Festgeld als konservatives und risikoarmes Produkt gilt, sinkt bei vielen Anlegern die natürliche Skepsis – ein gefährlicher Trugschluss.
Für Privatanleger gilt daher: Sorgfalt vor Rendite. Wer ein Festgeld-Angebot nicht lückenlos verifizieren kann, sollte die Finger davon lassen – egal wie verlockend die angebotenen Zinsen auch erscheinen mögen.


