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Fertitta übernimmt Caesars Entertainment für 5,7 Milliarden Dollar

Milliardär Tilman Fertitta wagt die größte Wette seiner Karriere und kauft den angeschlagenen Las-Vegas-Giganten Caesars Entertainment.

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Milliardär Tilman Fertitta setzt auf eine Trendwende im US-amerikanischen Glücksspielmarkt: Sein Unternehmen Fertitta Entertainment übernimmt Caesars Entertainment für rund 5,7 Milliarden US-Dollar. Das gab Fertitta Entertainment am Donnerstag bekannt. Mit dem Deal entsteht ein gewaltiges Freizeit- und Glücksspielimperium.

Durch die Übernahme werden mehr als 50 Caesars-Resorts mit dem bestehenden Portfolio von Fertitta Entertainment zusammengeführt. Dieses umfasst bereits die Golden-Nugget-Casinos sowie zahlreiche Restaurants und Gastgewerbeimmobilien. Für den Geschäftsmann aus Houston ist es die bislang größte und wohl risikoreichste Transaktion seiner Karriere.

Caesars unter Druck: 70 Prozent Kursverlust in fünf Jahren

Caesars Entertainment steht seit Jahren unter erheblichem Druck. Der Aktienkurs des Unternehmens ist in den vergangenen fünf Jahren um rund 70 Prozent eingebrochen – ein dramatischer Wertverlust für Aktionäre. Das Unternehmen, das einst als Synonym für die Dekadenz und den Glamour des Las Vegas Strip galt, kämpft gleich an mehreren Fronten.

Zum einen hat der wirtschaftliche Abschwung in Las Vegas dem Konzern zugesetzt. Nach einem kräftigen Boom in der Zeit nach der Corona-Pandemie hat die Glücksspielmetropole eine negative Wendung genommen. Preiserhöhungen und allgemeine wirtschaftliche Unsicherheiten schrecken zunehmend Reisende ab, was sich direkt auf die Einnahmen der Casinos auswirkt.

Zum anderen haben Versuche von stationären Casinobetreibern – darunter auch Caesars –, im boomenden Online-Glücksspielmarkt Fuß zu fassen, bislang keine nennenswerten Erfolge gebracht. Der Wandel hin zu digitalen Glücksspielangeboten stellt die traditionellen Betreiber vor strukturelle Herausforderungen, die sich kurzfristig kaum lösen lassen.

Fertittas große Wette auf die Zukunft des Glücksspiels

Mit der Übernahme geht Fertitta eine klare Wette ein: Er setzt darauf, dass Caesars Entertainment die aktuellen Zweifel an der Zukunft der Glücksspielbranche überwinden kann. Die Kombination aus dem Caesars-Netzwerk mit über 50 Resorts und dem bestehenden Fertitta-Portfolio soll offenbar Synergien schaffen und die Marktposition des neuen Konzerns stärken.

Für deutsche Anleger ist der Deal aus mehreren Gründen relevant. Caesars Entertainment ist an der US-Börse notiert und Teil verschiedener internationaler Indizes und Fonds. Der Übernahmeaufschlag könnte kurzfristig Kursphantasie entfalten, während die langfristigen Aussichten des kombinierten Unternehmens von der Erholung des Las-Vegas-Marktes und der Entwicklung des Online-Glücksspiels abhängen.

Die Transaktion steht exemplarisch für den Konsolidierungsdruck in der US-amerikanischen Glücksspielbranche. Stationäre Casinobetreiber suchen angesichts sinkender Besucherzahlen und wachsender digitaler Konkurrenz nach Größenvorteilen und neuen Erlösquellen. Ob Fertittas milliardenschwere Wette aufgeht, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

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