Fermi America Aktie legt 3,5% zu: Atomkraft-Deal mit Hyundai schreitet voran
Strategische Partnerschaft für vier AP1000-Reaktoren in Texas nimmt konkrete Formen an.

Die Aktie von Fermi America LLC (NASDAQ:FRMI) verzeichnete am Donnerstag im vorbörslichen Handel einen Kursanstieg von 3,5 Prozent. Auslöser waren positive Nachrichten zur strategischen Partnerschaft mit dem südkoreanischen Baukonzern Hyundai Engineering & Construction. Die beiden Unternehmen treiben gemeinsam den Bau von vier Kernreaktoren in den Vereinigten Staaten voran.
Im Mittelpunkt steht das sogenannte "Project Matador" – ein privater Energiecampus mit einer geplanten Gesamtkapazität von 11 Gigawatt in der Nähe von Amarillo, Texas. Für das Großprojekt sind vier AP1000-Kernreaktoren vorgesehen, deren Front-End-Engineering-Design-Arbeiten (FEED) derzeit vorangetrieben werden. Die aktuellen Engineering-Aktivitäten umfassen Standortplanung, Bewertung von Kühlsystemen sowie die Entwicklung von Kosten- und Zeitplänen.
Fermi America nahm kürzlich am "Large-Scale Nuclear Technology Seminar" von Hyundai E&C in Dallas teil. Bei der Veranstaltung trafen sich führende Vertreter aus dem US-Bauwesen und dem Nuklearsektor, um die Zukunft der Atomenergie in Amerika zu diskutieren. Die Partnerschaft setzt dabei auf die umfangreiche Erfahrung von Hyundai, das weltweit bereits 24 Kernreaktoren erfolgreich gebaut hat.
KI-Boom treibt Energiebedarf
"Das KI-getriebene Lastwachstum beschleunigt sich schneller, als die meisten Menschen realisieren", erklärte Mesut Uzman, Chief Nuclear Construction Officer von Fermi America. "Das nächste Jahrzehnt wird von denjenigen geprägt sein, die die Energieinfrastruktur schnell genug aufbauen können, um das Wachstum von KI und Industrie zu unterstützen."
Project Matador soll zuverlässige Grundlastenergie bereitstellen und den stark steigenden Strombedarf für KI-Infrastruktur, Rechenzentren und fortschrittliche Fertigung decken. Die Partner arbeiten intensiv daran, Auftragnehmer zu mobilisieren, Personalpipelines aufzubauen und die für neue Großkernkraftwerke erforderliche nukleare Lieferkette in den USA wieder aufzubauen.
Analyst sieht Potenzial trotz Risiken
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Zur AktienanalyseGreg Miller, Analyst bei Citizens, bestätigte seine Einstufung "Market Outperform" mit einem Kursziel von 30 US-Dollar für die Fermi-Aktie. Er räumte ein, dass das Projekt "noch in den Kinderschuhen stecke und hochspekulativ" sei. Gleichzeitig betonte Miller jedoch, dass das Unternehmen "Bausteine geschaffen habe, um eine legitime Alternative für große Hyperscale-Kunden zu werden, die nach Alternativen zu netzbasierten Energielösungen suchen".
Die Entwicklung zeigt, wie die wachsende Nachfrage nach Energie für Künstliche Intelligenz und Rechenzentren eine Renaissance der Atomkraft in den USA antreibt. Während Deutschland aus der Kernenergie ausgestiegen ist, setzen die Vereinigten Staaten verstärkt auf neue Reaktorprojekte zur Deckung des steigenden Strombedarfs.


