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Ferienjob schlägt Notendurchschnitt: Was Arbeitgeber wirklich wollen

Personalverantwortliche warnen: Studierenden fehlt ein entscheidendes Element im Lebenslauf – praktische Arbeitserfahrung jeglicher Art.

Ferienjob schlägt Notendurchschnitt: Was Arbeitgeber wirklich wollen

Wer als Studierender auf einen makellosen Notendurchschnitt setzt, könnte beim Berufseinstieg eine böse Überraschung erleben. Personalverantwortliche schlagen Alarm: Viele Bewerber für Einstiegspositionen weisen heute schlicht keine Arbeitserfahrung vor – und das fällt im Auswahlprozess deutlich negativ auf. Studierende mit Arbeitserfahrung haben laut aktuellen Berichten eine doppelt so hohe Chance auf eine zeitnahe Anstellung nach dem Abschluss.

„Wann immer ein Lebenslauf praktische Erfahrung aufweist – unabhängig von der Art der Tätigkeit – sticht dieser stärker hervor als der des nächsten Bewerbers ohne jegliche Erfahrung", sagt Bill Shafransky, Senior Wealth Adviser bei Moneco Advisors in Fairfield, Connecticut. Shafransky sichtet regelmäßig Bewerbungen für Praktika und Einstiegspositionen und kennt die Schwächen vieler Kandidaten aus erster Hand. Seine Botschaft ist eindeutig: Es kommt nicht darauf an, was man gemacht hat – sondern dass man überhaupt etwas gemacht hat.

Arbeitserfahrung schlägt Theorie

Ob Ferienjob im Einzelhandel, Aushilfe in der Gastronomie oder Nachhilfelehrer – jede Form von Berufserfahrung zählt. Personalverantwortliche suchen nach Kandidaten, die zeigen können, dass sie Verantwortung übernehmen, zuverlässig sind und in einem realen Arbeitsumfeld funktionieren. Diese Qualitäten lassen sich durch Noten allein nicht belegen.

Für viele Studierende – auch in Deutschland – ist die Versuchung groß, sich ausschließlich auf das Studium zu konzentrieren und Nebenjobs als Ablenkung zu betrachten. Doch der Arbeitsmarkt sendet ein klares Signal: Praxiserfahrung ist kein Nice-to-have, sondern ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Wer seinen Lebenslauf bereits während des Studiums mit konkreten Tätigkeiten füllt, startet mit einem deutlichen Vorsprung in die Jobsuche.

Was das für Studierende bedeutet

Die Empfehlung von Experten wie Shafransky lässt sich in wenigen Punkten zusammenfassen:

  • Jede Art von Arbeitserfahrung ist besser als keine
  • Ferienjobs, Nebenjobs oder Aushilfstätigkeiten stärken den Lebenslauf spürbar
  • Praktische Erfahrung hebt Bewerber von der Konkurrenz ab
  • Der Notendurchschnitt allein reicht für einen überzeugenden Lebenslauf nicht aus

Gerade in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Arbeitsmarkt für Hochschulabsolventen gewinnt dieser Aspekt an Bedeutung. Unternehmen suchen nach Kandidaten, die nicht nur theoretisches Wissen mitbringen, sondern auch bewiesen haben, dass sie in der Praxis bestehen können. Ein Sommerjob oder eine Werkstudentenstelle kann dabei den entscheidenden Unterschied machen – und das bereits lange vor dem Abschluss.

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