Fed verschiebt Anpassung der Bankkapitalpuffer auf 2027
US-Notenbank will zunächst Stresstest-Modelle überarbeiten und Transparenz erhöhen

Die US-Notenbank Federal Reserve lässt die Kapitalpuffer großer Banken im kommenden Stresstest-Zyklus 2026 unverändert. Stattdessen plant die Fed grundlegende Änderungen an ihrer jährlichen Stresstestpraxis, die mehr Transparenz schaffen sollen. Eine Anpassung der Kapitalpuffer erfolgt nun erst 2027.
Michelle Bowman, Vizevorsitzende der Fed für Bankenaufsicht, begründete die Verschiebung mit notwendigen Verbesserungen der Testmodelle. Die Zentralbank wolle zunächst mögliche "Mängel" in den Modellen identifizieren und beheben, mit denen sie die Widerstandsfähigkeit großer Banken gegen hypothetische Wirtschaftskrisen prüft.
Mehr Transparenz bei Stresstests
Die Fed hatte bereits im Oktober einen wichtigen Schritt zur Öffnung ihrer Testverfahren beschlossen. Sowohl die verwendeten Modelle als auch die Szenarien, anhand derer die Banken jährlich getestet werden, sollen künftig öffentlich zugänglich gemacht werden. Diese Maßnahme ermöglicht erstmals externes Feedback zur Methodik der Stresstests.
Die sogenannten "Stresskapitalpuffer" legen fest, wie viel zusätzliches Eigenkapital Banken als Sicherheitspolster vorhalten müssen. Sie werden jährlich basierend auf den Ergebnissen der Stresstests angepasst. Die Tests simulieren extreme Wirtschaftsszenarien wie schwere Rezessionen oder Marktcrashs, um die Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten.
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Für Anleger bedeutet die Entscheidung kurzfristig Planungssicherheit. US-Banken müssen ihre Kapitalpuffer nicht erhöhen, was Spielraum für Dividenden und Aktienrückkäufe lässt. Die angekündigten Verbesserungen der Testmethodik könnten mittelfristig jedoch zu strengeren Anforderungen führen, sobald die überarbeiteten Modelle 2027 greifen.


