Fed-Gouverneur Waller: Krypto-Euphorie schwindet deutlich
Christopher Waller, Gouverneur der US-Notenbank Federal Reserve, sieht die anfängliche Begeisterung für Kryptowährungen nach Trumps Wahlsieg schwinden. Der massive Ausverkauf am Kryptomarkt zeige, dass die Euphorie der vergangenen Monate verblasst, erklär

Die Kryptomärkte erleben derzeit eine der schärfsten Korrekturen seit dem "Krypto-Winter" 2022. Christopher Waller, Mitglied des Gouverneursrats der Federal Reserve, kommentierte die Entwicklung auf einer Konferenz des Global Interdependence Center in La Jolla deutlich: "Ein Teil der Euphorie, die mit der aktuellen Regierung in die Kryptowelt eingezogen ist, verblasst allmählich."
Bitcoin unter Druck – Kurse halbieren sich
Bitcoin ist von seinen Höchstständen Ende 2025 auf eine Handelsspanne zwischen 60.000 und 70.000 US-Dollar Anfang Februar 2026 gefallen. Waller relativierte jedoch die Dramatik der Verluste und verwies auf die historische Perspektive: "Wenn man vor Jahren gesagt hätte, dass Bitcoin bei 10.000 Dollar stünde, hätte man gesagt: Oh mein Gott, das ist verrückt." Volatilität sei im Kryptosektor normal, größere Einbrüche habe es schon früher gegeben.
Institutionelle Anleger ziehen sich zurück
Als Hauptgrund für den aktuellen Ausverkauf identifizierte der Fed-Gouverneur das Risikomanagement traditioneller Finanzinstitute. "Ich denke, es gab einen massiven Ausverkauf, weil Unternehmen aus dem klassischen Finanzsektor, die eingestiegen waren, ihre Risikopositionen anpassen, verkaufen und viele andere Dinge tun mussten", erklärte Waller. Diese Einschätzung unterstreicht die zunehmende Verflechtung von Kryptomärkten mit dem traditionellen Finanzsystem.
Krypto-Aktien besonders betroffen
Die Korrektur hat auch kryptoaffine Aktien hart getroffen. Strategy Inc verzeichnete einen Rückgang von 13,4 Prozent, während die Kryptobörse Coinbase Global Inc sogar 31 Prozent verlor. Der Bitcoin-Miner Marathon Digital Holdings Inc büßte im vergangenen Monat 20,8 Prozent an Wert ein.
Regulatorische Unsicherheit belastet
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Zur AktienanalyseWaller deutete an, dass neben institutionellem Risikomanagement auch regulatorische Unsicherheit zum Marktdruck beiträgt. Die wachsende Bedeutung digitaler Vermögenswerte für Hedgefonds, Handelsabteilungen und börsengehandelte Fonds (ETFs) hat den Sektor für politische Entscheidungsträger relevanter gemacht. Was einst als Randinvestition von Privatanlegern galt, ist mittlerweile fest in institutionellen Bilanzen verankert.
Ausblick: Normalisierung oder Trendwende?
Obwohl Waller die aktuelle Korrektur als normale Marktbewegung einstuft, markiert der Ausverkauf einen deutlichen Stimmungswandel. Die anfängliche Hoffnung auf eine kryptofreundliche Politik unter der Trump-Regierung scheint sich nicht wie erwartet zu materialisieren. Für deutsche Anleger bedeutet dies erhöhte Vorsicht bei Krypto-Investments, da die Volatilität weiterhin hoch bleiben dürfte.


