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Fed-Ernennung löst Kursrutsch aus: Silber bricht um 31 Prozent ein

Trump ernennt Kevin Warsh zum Fed-Chef – Dollar steigt, Edelmetalle verzeichnen historische Verluste

Fed-Ernennung löst Kursrutsch aus: Silber bricht um 31 Prozent ein

Die Ernennung von Kevin Warsh zum nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve hat am Freitag zu dramatischen Verwerfungen an den Rohstoffmärkten geführt. Präsident Trump wählte mit dem ehemaligen Fed-Beamten einen Kandidaten, der sich in der Vergangenheit der Kritik des Präsidenten an der Zentralbank angeschlossen hatte.

Die Reaktion der Märkte fiel heftig aus: Der Silberpreis brach um 31 Prozent ein und verzeichnete damit den zweitschlechtesten Handelstag in der Geschichte des Edelmetalls. Gold stürzte um 11 Prozent ab. Beide Metalle erlitten die stärksten eintägigen Verluste seit 1980. Die Ankündigung stärkte den US-Dollar deutlich, was die Edelmetalle zusätzlich unter Druck setzte.

Der dramatische Einbruch erfolgte nach einem beispiellosen Höhenflug: Silber hatte im Oktober ein 45 Jahre altes Rekordhoch durchbrochen und sich von diesem Niveau aus mehr als verdoppelt. Bereits Anfang des Monats hatte Aaron Back, Redakteur beim Wall Street Journal, zum Verkauf von Silber geraten – eine Empfehlung, die sich nun als hellsichtig erwies.

Warsh gilt als Inflationsfalke

Marktteilnehmer bewerten die Personalie Warsh aufgrund seiner Fed-Erfahrung und seines Rufs als Inflationsfalke als relativ sichere Wahl. Diese Positionierung könnte ihn widerstandsfähiger gegenüber politischen Forderungen nach Zinssenkungen machen. Präsident Trump betonte zwar, Warsh habe sich in einem Bewerbungsgespräch nicht zu Zinssenkungen verpflichtet, fügte jedoch hinzu, dass er "Zinssenkungen sicherlich wünsche".

An den US-Aktienmärkten überwogen ebenfalls die Verluste. Der Nasdaq Composite sank um 0,9 Prozent, während der S&P 500 und der Dow Jones jeweils um 0,4 Prozent nachgaben. Die Renditen längerfristiger Anleihen zogen leicht an.

Apple enttäuscht trotz starker Zahlen

Selbst positive Unternehmensnachrichten konnten die Stimmung kaum aufhellen: Apple legte trotz überragender iPhone-Verkaufszahlen und eines starken Quartalsgewinns lediglich um 0,5 Prozent zu. Anleger zeigten sich besorgt über steigende Kosten, insbesondere für Speicherkomponenten, die die Gewinnmargen des Tech-Giganten belasten könnten.

Die Marktbewegungen verdeutlichen die Nervosität der Investoren angesichts der bevorstehenden geldpolitischen Weichenstellungen. Die Ernennung Warshs wird als Signal für eine möglicherweise restriktivere Geldpolitik interpretiert, was den Dollar stärkt und gleichzeitig traditionelle Inflationshedges wie Gold und Silber belastet.

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