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Fed-Chef Powell verteidigt Umbau des Hauptquartiers

Kritik aus dem Weißen Haus trifft auf Hinweise zu Sicherheit und Denkmalschutz

Fed-Chef Powell verteidigt Umbau des Hauptquartiers

Die Renovierung des Hauptsitzes der US-Notenbank in Washington sorgt für politischen Streit. Nachdem das Weiße Haus die Kostenentwicklung des Projekts kritisiert hatte, hat sich Fed-Chef Jerome Powell nun öffentlich dazu geäußert und die Ausgaben verteidigt. In einem Schreiben an den Haushaltsdirektor von Präsident Donald Trump, Russell Vought, betonte Powell, dass das Projekt seit seiner Genehmigung durch den Verwaltungsrat im Jahr 2017 unter strenger Aufsicht stehe.

Powell erklärte, dass es sich um ein umfangreiches Vorhaben handele, bei dem unter anderem Sicherheitsvorkehrungen verbessert und gesundheitsschädliche Altlasten wie Asbest und Bleiverunreinigungen entfernt würden. Das Budget des Projekts werde jährlich vom Vorstand der Federal Reserve genehmigt. Zudem habe der Generalinspektor der Notenbank uneingeschränkten Zugang zu sämtlichen Informationen über Kosten und weitere Einzelheiten des Bauvorhabens.

Vought hatte in der Vorwoche schwere Vorwürfe erhoben. Er sprach von Misswirtschaft und warf Powell eine „pompöse Renovierung“ vor. Der Fed-Chef räumte zwar ein, dass es zu Kostenüberschreitungen gekommen sei, wies jedoch Spekulationen über eine luxuriöse Ausstattung zurück. So gebe es im Rahmen des Projekts keine privaten Aufzüge, keine VIP-Speisesäle und auch keinen neuen Marmor – es sei denn, der ursprüngliche Marmor sei beschädigt oder werde im Zuge des Denkmalschutzes benötigt.

Die Debatte über die Bauarbeiten wird zusätzlich durch das angespannte Verhältnis zwischen Präsident Trump und Jerome Powell befeuert. Der Präsident hatte den Fed-Chef wiederholt öffentlich kritisiert und ihn zum Rücktritt aufgefordert. Hintergrund ist Powells Weigerung, die Leitzinsen wie von Trump gefordert zu senken. In diesem Kontext versucht das Weiße Haus offenbar, das Renovierungsprojekt politisch gegen Powell zu nutzen und es als möglichen neuen Anlass für eine Ablösung ins Spiel zu bringen.

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