Fed bestätigt: Yen-Kursabfragen erfolgten im Auftrag des US-Finanzministeriums
Ungewöhnlicher Schritt im Januar sorgte für Spekulationen über erste gemeinsame Währungsintervention seit 15 Jahren.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat am Mittwoch bestätigt, dass sie im vergangenen Monat auf Anweisung des US-Finanzministeriums Händler um Kursnotierungen für den Dollar-Yen-Wechselkurs gebeten hatte. Diese ungewöhnliche Maßnahme stützte den schwachen Yen und löste bei Anlegern Spekulationen über eine mögliche gemeinsame Währungsintervention der USA und Japans aus.
Aus dem Protokoll der Fed-Sitzung vom 27. bis 28. Januar, das mit der üblichen dreiwöchigen Verzögerung veröffentlicht wurde, geht hervor, dass der Dollar in den Tagen vor der Sitzung deutlich abwertete. Auslöser waren Berichte über die sogenannten "Rate Checks" durch die Federal Reserve Bank of New York. Diese Kursabfragen gelten am Devisenmarkt als mögliches Vorzeichen für eine Intervention.
Die Fed stellte jedoch klar, dass die New York Fed die Notierungen ausschließlich in ihrer Funktion als Fiskalagent für die USA angefordert habe. "Der Desk hat diese Notierungen ausschließlich im Auftrag des US-Finanzministeriums angefordert", heißt es im Protokoll. Damit agierte die Notenbank nicht aus eigener Initiative, sondern als verlängerter Arm des Finanzministeriums.
Keine Intervention trotz Marktspekulation
Obwohl die Kursabfragen den Yen gegenüber dem Dollar stützten, folgten keine eindeutigen Anzeichen für eine großangelegte Intervention durch die USA oder Japan. US-Finanzminister Scott Bessent dementierte explizit, dass sein Land an den Devisenmärkten interveniere. Eine gemeinsame Währungsintervention der beiden Länder hätte historische Bedeutung – die letzte erfolgte vor 15 Jahren.
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Zur AktienanalyseDer Yen hatte in den vergangenen Monaten deutlich an Wert verloren und war zeitweise auf ein Mehrjahrestief gegenüber dem Dollar gefallen. Die japanische Regierung hatte wiederholt ihre Besorgnis über die rasche Abwertung der eigenen Währung geäußert. Für deutsche Anleger mit Engagements in japanischen Aktien oder US-Dollar-Positionen könnten weitere Entwicklungen am Devisenmarkt relevant werden.


