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FDIC plant Senkung der Einlagensicherungsgebühren für Großbanken

US-Einlagensicherungsbehörde FDIC will Beiträge für große Institute senken – bei Nachweis besserer Abwicklungsbereitschaft.

FDIC plant Senkung der Einlagensicherungsgebühren für Großbanken

Die US-amerikanische Einlagensicherungsbehörde FDIC plant weitreichende Änderungen bei den Versicherungsbeiträgen für Banken. FDIC-Vorsitzender Travis Hill kündigte an, dass insbesondere Großbanken künftig geringere vierteljährliche Beiträge in den Einlagensicherungsfonds einzahlen könnten. Voraussetzung dafür ist, dass die Institute bereits jetzt Maßnahmen ergreifen, die eine geordnete Abwicklung im Insolvenzfall erleichtern und kostengünstiger gestalten.

Hill erläuterte das Vorhaben in einer Rede vor der US-Handelskammer. Demnach könnten sich Banken für eine sogenannte „Anpassung der Abwicklungsbereitschaft" (resolution readiness adjustment) qualifizieren, indem sie nachweisen, dass sie der FDIC einen beschleunigten Zugriff auf ihre Daten und internen Systeme gewähren können. Dieses Kriterium soll sicherstellen, dass die Behörde im Krisenfall schnell und effizient handeln kann.

Unterschiedliche Regelungen für Klein- und Großbanken

Für Kleinbanken, die unter das bestehende Bewertungsschema für Kleinbanken fallen, plant die FDIC eine pauschale Senkung der Beitragssätze um zwei Basispunkte. Großbanken würden eine geringere pauschale Reduzierung erhalten, könnten jedoch durch die Teilnahme an der Abwicklungsbereitschafts-Anpassung eine vergleichbare Gesamtentlastung erzielen. Damit schafft die Behörde einen finanziellen Anreiz für Institute, ihre internen Strukturen auf eine mögliche Insolvenzabwicklung vorzubereiten.

Zusätzlich plant die FDIC, den Schwellenwert für Banken, die dem Bewertungsschema für Großbanken unterliegen, anzuheben und zu indexieren. Dieser Schwellenwert liegt derzeit bei 10 Milliarden US-Dollar. Die Anpassung soll die tatsächliche Größe und Komplexität der betroffenen Institute besser widerspiegeln. Darüber hinaus ist eine Modernisierung des Großbanken-Bewertungsschemas geplant, das seit 2011 nicht mehr wesentlich aktualisiert wurde.

Einlagensicherungsfonds auf höchstem Stand seit den 1960ern

Der Einlagensicherungsfonds, der Kundenkonten im Falle eines Bankenzusammenbruchs schützt, weist derzeit eine Reservequote von 1,43 Prozent auf – dem höchsten Stand seit den 1960er Jahren. Damit liegt die Quote wieder deutlich über dem gesetzlichen Minimum von 1,35 Prozent, das im Jahr 2020 unterschritten worden war. Damals hatten die massiven Konjunkturmaßnahmen während der Corona-Pandemie zu einem starken Anstieg der versicherten Einlagen geführt und den Fonds unter den Schwellenwert gedrückt.

Trotz der geplanten Beitragssenkungen will die FDIC den Fonds weiter in Richtung seines langfristigen Zielwerts von 2,0 Prozent aufbauen. Die Behörde verfolgt damit eine doppelte Strategie: Einerseits sollen Banken durch niedrigere Beiträge entlastet werden, andererseits bleibt die langfristige Stärkung des Sicherheitsnetzes für Einleger ein zentrales Ziel. Für deutsche Anleger und Beobachter des US-Bankensektors sind diese Entwicklungen relevant, da sie die Rahmenbedingungen für große international tätige Banken beeinflussen.

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