Fannie Mae und Freddie Mac: Aktien brechen um 12% ein
Die Aktien der US-Hypothekenriesen Fannie Mae und Freddie Mac sind am Freitag um rund 12% eingebrochen. Anleger verlieren zunehmend die Hoffnung auf einen baldigen Börsengang der seit 2008 verstaatlichten Unternehmen.

Die Aktien von Fannie Mae und Freddie Mac erlebten am Freitag einen dramatischen Einbruch von etwa 12 Prozent. Der Ausverkauf setzt die mehrtägige Verlustserie der beiden US-Hypothekenfinanzierer fort und dämpft die Hoffnungen auf eine baldige Privatisierung.
Massive Verluste seit September
Von ihren Höchstständen im September haben die Papiere mittlerweile mehr als 40 Prozent an Wert verloren. Trotz des jüngsten Einbruchs notieren die Aktien im Jahresvergleich allerdings immer noch über 60 Prozent im Plus. Die Unsicherheit über die künftige Ausrichtung der Wohnungsbaupolitik unter Präsident Donald Trump belastet die Kurse erheblich.
Trump-Anweisung sorgt für Verwirrung
Investoren reagieren nervös auf Trumps jüngste Direktive an die beiden Hypothekenriesen, Anleihen im Wert von 200 Milliarden US-Dollar zu erwerben. Der Präsident begründete diesen Schritt mit dem Ziel, die Wohnkosten in den USA zu senken. Marktteilnehmer warten nun gespannt auf mögliche wohnungspolitische Ankündigungen während Trumps Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos kommende Woche.
Börsengang-Hoffnungen schwinden
Die Euphorie der Anleger hatte im August 2025 ihren Höhepunkt erreicht, als Berichte über einen möglichen Börsengang die Runde machten. Die Regierung erwog demnach, die Unternehmen mit rund 500 Milliarden US-Dollar zu bewerten und 5 bis 15 Prozent der Aktien zu verkaufen, um etwa 30 Milliarden US-Dollar einzunehmen.
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Zur AktienanalyseKeine Privatisierung in Sicht
Jüngste politische Äußerungen deuten jedoch darauf hin, dass ein Börsengang nicht unmittelbar bevorsteht. Dies hat das Vertrauen der Anleger in eine kurzfristige Privatisierung der beiden Hypothekenfinanzierer erheblich gedämpft. Fannie Mae und Freddie Mac befinden sich seit der Finanzkrise 2008 unter staatlicher Kontrolle und spielen eine zentrale Rolle bei der Finanzierung des US-Immobilienmarktes.


