Fachkräftemangel bei Heizungsinstallateuren in Deutschland
Experten befürchten eine Verschärfung des Fachkräftemangels in der Heizungsinstallationsbranche

Die Energiewende in Deutschland ist in vollem Gange, und ein wichtiger Aspekt ist die Modernisierung von Heizungsanlagen. Die Pläne der Ampel-Koalition zur Förderung erneuerbarer Energien in diesem Bereich könnten jedoch aufgrund des Mangels an Heizungsinstallateuren scheitern. Laut dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima fehlen in Deutschland derzeit rund 60.000 Fachkräfte, um alle Märkte zu bedienen und nicht nur den Einbau neuer Heizungen zu konzentrieren.
Trotz des Fachkräftemangels verteidigt Bundesfinanzminister Olaf Scholz den am Mittwoch auf den Weg gebrachten Gesetzentwurf zum Heizungsaustausch. Demnach sollen ab dem kommenden Jahr solche Heizungen nur noch in Ausnahmefällen eingebaut werden dürfen. Neue Heizungsanlagen sollen dann "möglichst" zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Scholz betont, dass die Energiewende in Deutschland nicht ohne Veränderungen im Heizungsbereich funktionieren könne.
Der Chef des Wärmepumpen-Herstellers Vaillant, Norbert Schiedeck, hält den Einbau dieser Anlagen in den meisten Häusern für sinnvoll. "Wir gehen davon aus, dass sich ohne größeren Umbau bis zu 70 Prozent der Gebäude in Europa mit Wärmepumpen beheizen lassen", sagte Schiedeck. "Bei den übrigen Gebäuden sind zusätzliche Maßnahmen notwendig. Je nach energetischem Zustand des Gebäudes kann das vom Austausch weniger Heizkörper bis zur Gebäudedämmung reichen."
Es ist jedoch fraglich, ob die Installateure dem steigenden Bedarf gerecht werden können. Die Ausbildungszahlen in diesem Bereich sind in den letzten Jahren zurückgegangen, und derzeit gibt es eine hohe Altersstruktur unter den Heizungsinstallateuren. Eine schnelle Lösung des Fachkräftemangels ist unwahrscheinlich, da die Ausbildung mehrere Jahre dauert und ein erhöhter Bedarf nicht über Nacht gedeckt werden kann.
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Zur AktienanalyseIn Anbetracht des Mangels an Heizungsinstallateuren stellt sich die Frage, wie realistisch die Pläne der Ampel-Koalition sind. Um eine erfolgreiche Energiewende zu erreichen, ist es jedoch wichtig, dass sich die Politik nicht von der aktuellen Situation entmutigen lässt und weiterhin Maßnahmen ergreift, um die Modernisierung von Heizungsanlagen zu fördern. Gleichzeitig sollten auch Anstrengungen unternommen werden, um mehr junge Menschen für den Beruf des Heizungsinstallateurs zu gewinnen.


