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EZB-Zahlungssystem T2 erleidet zweiten Ausfall innerhalb einer Woche

Das T2-System der EZB fiel am Montagmorgen erneut aus – 40 Minuten Unterbrechung, zweiter Vorfall in sieben Tagen.

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EZB-Zahlungssystem T2 erleidet zweiten Ausfall innerhalb einer Woche

Das T2-Zahlungssystem der Europäischen Zentralbank (EZB) hat am frühen Montagmorgen erneut versagt. Für rund 40 Minuten war das System nicht verfügbar – es handelt sich dabei um die zweite Unterbrechung innerhalb einer einzigen Woche. T2 ist das zentrale Abwicklungssystem für Euro-Transaktionen im europäischen Bankensystem und verarbeitet täglich Zahlungen in Billionenhöhe.

Laut Angaben der EZB auf ihrer Website kam es zu Verzögerungen bei der Abwicklung von Transaktionen in der Gemeinschaftswährung Euro sowie in dänischen Kronen. Ein Treasurer einer bedeutenden Bank der Eurozone bestätigte, dass einige Verzögerungen zu Beginn des Geschäftstages am Montag noch anhielten, später jedoch behoben werden konnten.

Bereits zweiter Vorfall binnen einer Woche

Schon am 29. Juni hatte die EZB über einen ähnlichen Ausfall in den frühen Morgenstunden berichtet. Zwei Störungen in so kurzer Abfolge werfen Fragen über die Stabilität und Zuverlässigkeit der kritischen Finanzinfrastruktur im Euroraum auf. T2 ist das Rückgrat des europäischen Zahlungsverkehrs und für Banken, Unternehmen und letztlich auch für Privatpersonen von zentraler Bedeutung.

Die aktuellen Vorfälle erinnern an einen schwerwiegenderen Ausfall aus dem vergangenen Jahr: Damals legte ein Hardwarefehler das T2-System für ganze sieben Stunden lahm. Die Folgen waren weitreichend – die Auszahlung von Gehältern und Sozialleistungen für Tausende von Menschen in der Eurozone verzögerte sich, ebenso wie eine Reihe von Finanzmarkttransaktionen. Der aktuelle 40-minütige Ausfall erscheint im Vergleich dazu weniger gravierend, doch die Häufung der Störungen gibt Anlass zur Sorge.

Kritische Infrastruktur im Fokus

T2 – früher bekannt als TARGET2 – ist das von der EZB betriebene Echtzeit-Bruttozahlungssystem, über das Zentralbanken und Geschäftsbanken im Euroraum untereinander Zahlungen abwickeln. Das System ist unverzichtbar für die Funktionsfähigkeit des europäischen Finanzmarktes. Störungen, selbst kurze, können Kettenreaktionen auslösen und die Liquiditätssteuerung der Banken beeinträchtigen.

Für deutsche Privatanleger und Bankkunden sind solche Ausfälle zwar selten direkt spürbar, können aber bei anhaltenden Störungen die Abwicklung von Wertpapiertransaktionen oder Überweisungen verzögern. Die EZB steht nun unter Druck, die Ursachen der wiederholten Ausfälle transparent zu kommunizieren und nachhaltige Lösungen zu präsentieren, um das Vertrauen in die europäische Zahlungsinfrastruktur zu sichern.

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