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Exxon warnt vor Gewinnrückgang im Upstream

Niedrige Ölpreise belasten viertes Quartal trotz stärkerer Raffineriemargen

Exxon warnt vor Gewinnrückgang im Upstream

US-Ölkonzern Exxon Mobil Corp hat darauf hingewiesen, dass niedrigere Rohölpreise die Ergebnisse im Upstream-Geschäft im vierten Quartal deutlich belasten könnten. In einer regulatorischen Mitteilung erklärte das Unternehmen, dass der Rückgang der Ölpreise die entsprechenden Gewinne um rund 800 Millionen bis 1,2 Milliarden US-Dollar verringern könne. Hintergrund ist ein deutlicher Preisverfall auf den internationalen Ölmärkten im Verlauf der letzten drei Monate des Jahres.

Im Zeitraum bis zum 31. Dezember gaben die Ölpreise um mehr als neun Prozent nach. Ausschlaggebend dafür waren vor allem Sorgen über ein mögliches Überangebot sowie handelspolitische Unsicherheiten, die geopolitische Risiken in den Hintergrund treten ließen. Besonders stark zeigte sich der Rückgang bei den internationalen Referenzsorten: Brent-Rohöl verzeichnete im Gesamtjahr 2025 ein Minus von rund 19 Prozent und damit den stärksten jährlichen Rückgang seit 2020. Für die US-Sorte West Texas Intermediate ergab sich ein ähnlicher Wert mit einem Rückgang von nahezu 20 Prozent.

Neben dem Ölpreis verwies Exxon auch auf die Entwicklung der Gaspreise. Veränderungen in diesem Bereich könnten die Upstream-Ergebnisse im Quartal in einer Bandbreite von minus 300 Millionen bis plus 100 Millionen US-Dollar beeinflussen. Marktteilnehmer verfolgen diese sogenannten Snapshots des Konzerns aufmerksam, da sie als wichtiger Indikator für die Ertragslage der gesamten Branche gelten, bevor weitere große Ölunternehmen ihre Quartalszahlen vorlegen.

Analysten rechnen derzeit mit einem bereinigten Gewinn von 1,66 US-Dollar je Aktie für das vierte Quartal. Einige Marktbeobachter gehen jedoch davon aus, dass die Erwartungen angesichts der gesunkenen Öl- und Gaspreise noch nach unten angepasst werden könnten. Zudem kündigte Exxon an, dass Restrukturierungskosten das Gesamtergebnis mit rund 200 Millionen US-Dollar belasten dürften. Das Unternehmen hatte bereits zuvor betont, mit seinem Unternehmensplan verstärkt auf Kostensenkungen und stabile Gewinne auch in Phasen hoher Preisvolatilität zu setzen.

Gleichzeitig gibt es jedoch auch positive Effekte aus anderen Geschäftsbereichen. Exxon erwartet, dass stärkere Margen im Raffineriegeschäft die Ergebnisse im vierten Quartal um 300 bis 700 Millionen US-Dollar verbessern könnten. Die endgültigen Zahlen für das Schlussquartal des Jahres will der Konzern am 30. Januar veröffentlichen. Im dritten Quartal hatte Exxon im Upstream-Geschäft einen Gewinn von 5,7 Milliarden US-Dollar erzielt, während sich der Gesamtgewinn des Unternehmens auf 7,5 Milliarden US-Dollar belief.

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