Exxon verkauft Eagle Ford-Assets für über 1 Milliarde Dollar
Der US-Ölriese Exxon Mobil trennt sich von Schieferöl-Vermögenswerten in Texas. Die XTO Energy-Sparte vermarktet Bohrrechte über 168.000 Acres im Eagle Ford Basin für mehr als eine Milliarde Dollar.

Der weltgrößte Ölkonzern Exxon Mobil plant den Verkauf bedeutender Vermögenswerte im texanischen Eagle Ford Schieferölbecken. Die Tochtergesellschaft XTO Energy hat laut Unternehmensangaben einen virtuellen Datenraum eröffnet, um potenzielle Käufer für die Assets zu finden. Die zum Verkauf stehenden Vermögenswerte umfassen über 168.000 Netto-Acres und werden auf mehr als eine Milliarde US-Dollar geschätzt.
Umfangreiches Vermögenspaket im Angebot
Das Verkaufspaket beinhaltet über tausend Bohrlöcher in unterschiedlichen Beteiligungsformen. Während Exxon einige Bohrungen selbst betreibt, hält der Konzern an anderen passive Beteiligungen oder bezieht Lizenzgebühren. Die Vermarktung erfolgt ungewöhnlicherweise intern ohne Einschaltung von Investmentbanken, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten.
Ein Exxon-Sprecher bestätigte die strategische Neuausrichtung: "Diese Vermarktungsentscheidung steht im Einklang mit unserer Strategie, unser Portfolio kontinuierlich zu bewerten und zu optimieren." Das Unternehmen konzentriert sich künftig verstärkt auf seine profitabelsten Geschäftsbereiche.
Fokus auf Permian Basin und Guyana
Exxon setzt strategisch auf drei Kernbereiche: das Permian Basin in Texas und New Mexico als größtes US-Ölfeld, die ertragreichen Offshore-Vorkommen in Guyana sowie Investitionen in Flüssigerdgas (LNG). Die Eagle Ford-Assets passen nicht mehr in diese fokussierte Portfoliostrategie.
Der Verkauf reiht sich in eine Serie von Veräußerungen ein. 2024 übernahm Exxon den Konkurrenten Pioneer Natural Resources für 60 Milliarden Dollar und trennte sich gleichzeitig von der französischen Tochter Esso sowie Beteiligungen im Williston-Becken. Zudem kündigte der Konzern den weltweiten Abbau von rund 2.000 Arbeitsplätzen an.
Branchenweite Konsolidierung unter Preisdruck
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Zur AktienanalyseDie US-Ölindustrie befindet sich in einer Phase intensiver Portfoliobereinigung. Nach einer Rekordwelle von Übernahmen trennen sich Produzenten nun von nicht-strategischen Assets, um sich auf ihre profitabelsten Geschäftsbereiche zu konzentrieren. Der Druck auf die Unternehmen steigt durch fallende Ölpreise.
Die Futures auf West Texas Intermediate (WTI) notierten zuletzt bei 61,07 Dollar pro Barrel – 18 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Diese Preisentwicklung macht viele Schieferölprojekte unrentabel und zwingt Produzenten zu Kostensenkungen und Liquiditätssicherung. Analysten erwarten eine weitere Beschleunigung von Asset-Verkäufen in der Branche, da globale Überangebotssorgen die Margen belasten.


