Exxon und Chevron: Gewinne auf Tiefstand seit 2021
Überangebot drückt Ölpreise – US-Energieriesen verzeichnen deutliche Gewinnrückgänge trotz steigender Produktion

Die beiden größten US-Ölkonzerne Exxon Mobil und Chevron haben ihre schwächsten Jahresergebnisse seit 2021 vorgelegt. Beide Unternehmen meldeten am Freitag deutliche Gewinnrückgänge, die hauptsächlich auf ein wachsendes Überangebot an Rohöl und den damit verbundenen Preisverfall zurückzuführen sind.
Trotz gestiegener Öl- und Gasproduktion fielen die Gewinne im vierten Quartal im Jahresvergleich niedriger aus. Die Zahlen verdeutlichen die Herausforderungen der Branche in einem Markt, der von Überkapazitäten geprägt ist.
Preisverfall durch politischen Druck
Die Ölpreise gerieten unter Druck, nachdem US-Präsident Trump nach seinem Amtsantritt die von Saudi-Arabien geführte OPEC aufforderte, die Produktion zu erhöhen. Dies verschärfte die bereits angespannte Versorgungslage auf dem globalen Ölmarkt zusätzlich.
Die US-Ölpreise schlossen das Jahr 2025 mit einem Minus von 20 Prozent bei 57,42 US-Dollar pro Barrel. Seitdem hat sich der Preis wieder erholt und liegt aktuell über 65 US-Dollar.
Aktienmarkt zeigt sich unbeeindruckt
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Zur AktienanalyseDie Aktienmärkte bewerteten die Entwicklung anders als die Gewinnzahlen vermuten lassen. Exxon-Aktien legten im vergangenen Jahr um beachtliche 30 Prozent zu, Chevron-Papiere stiegen um 10 Prozent. Anleger scheinen auf eine Erholung der Ölpreise und langfristige Wachstumsperspektiven zu setzen.
Die unterschiedliche Entwicklung von Gewinnen und Aktienkursen zeigt das Vertrauen der Investoren in die Anpassungsfähigkeit der Konzerne. Beide Unternehmen haben ihre Produktionskapazitäten ausgebaut und positionieren sich für ein erwartetes Nachfragewachstum.


