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Exxon nimmt Mars-Rohölkäufe wieder auf

Zinkverunreinigung führte zuvor zu Lieferpause und Notbezug aus US-Reserven

Exxon nimmt Mars-Rohölkäufe wieder auf

Exxon Mobil hat den Kauf von Mars-Rohöl für Lieferungen im August wieder aufgenommen, nachdem das Unternehmen seine Erwerbungen vorübergehend wegen eines Qualitätsproblems eingestellt hatte. Zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen bestätigten den Schritt des US-Ölkonzerns. Hintergrund der Kaufpause war eine Zinkverunreinigung im Mars-Rohöl, das als eine der wichtigsten Offshore-Sorten im Golf von Mexiko gilt.

Die Kontamination hatte dazu geführt, dass Exxon bis zu eine Million Barrel Rohöl aus der strategischen Erdölreserve der Vereinigten Staaten für seine Raffinerie in Baton Rouge im Bundesstaat Louisiana ausgeliehen hatte. Das Unternehmen benötigte diesen Rohstoff, um den laufenden Betrieb trotz der vorübergehenden Unterbrechung aufrechtzuerhalten.

Verursacht wurde die Zinkverunreinigung durch die Inbetriebnahme eines Offshore-Bohrlochs, wie Chevron in der vergangenen Woche mitteilte. Das Unternehmen, das neben Exxon ebenfalls im Mars-Fördergebiet tätig ist, erklärte am Dienstag, man arbeite aktiv an einer Lösung des Problems. Weitere Einzelheiten zum Umfang der Arbeiten oder dem Zeitrahmen für deren Abschluss wurden bislang nicht bekannt.

Weder Exxon noch Chevron äußerten sich am Mittwoch auf Anfragen zu dem Vorfall. Eine offizielle Stellungnahme der beiden Konzerne blieb aus. Die Lieferfähigkeit von Mars-Rohöl bleibt damit weiter ein Thema am Markt, auch wenn die Wiederaufnahme der Käufe durch Exxon ein Signal der Stabilisierung sein könnte.

An den Rohstoffmärkten spiegelt sich die Situation auch in der Preisentwicklung wider. Mars-Rohöl wurde zuletzt mit einem Abschlag von 30 Cent gegenüber US-Rohöl am Cushing-Hub in Oklahoma gehandelt. Ende Juni lag dieser Wert noch bei einem Preisaufschlag von einem Dollar. Die Qualitätsprobleme haben damit zu einem spürbaren Preisrückgang geführt.

Mars ist eine der bedeutendsten Rohölsorten im Golf von Mexiko und wird sowohl von Exxon als auch von Chevron gefördert. Verunreinigungen oder Qualitätsabweichungen können weitreichende Auswirkungen auf Raffineriebetriebe und Handelsbeziehungen haben. Beobachter der Branche verfolgen deshalb genau, wie sich die Lage bei Mars weiterentwickelt.

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